24.09.2004 | Transport + Logistik
Transatlantisches RFID-Projekt gestartet
Schindellegi (Schweiz)/München. Ab sofort werde die Funktechnologie entlang einer Lieferkette zwischen München und New York unter realen Bedingungen getestet. In Europa und den USA werdn unterschiedliche RFID-Frequenzen verwendet. Das Projekt soll deshalb dazu betragen, globale RFID-Standards zu schaffen. Das RFID-Pilotprojekt wird gemeinsam mit dem Druckerhersteller Océ und Luftfrachtunternehmen Lufthansa Cargo durchgeführt. Unter Einhaltung der Empfehlungen für den Electronic Product Code (EPC) werde erstmalig die RFID-Praxistauglichkeit entlang einer transatlantischen Lieferkette von München nach Mount Laurel im US-amerikanischen Bundesstaat New Jersey getestet.
Am Océ-Produktionsstandort in der Nähe von München werden Drucker samt Beipack mit RFID-Tags versehen. Zum Einsatz RFID-Tags im Bereich Ultrahochfrequenz (UHF), die sowohl mit dem europäischen wie auch dem US-amerikanischen Frequenzstandard gelesen werden können. Beim Verladen der Sendungen passiert der beladene Gabelstapler eine stationäre Leseeinheit, das RFID-Gate, das die Informationen auf den Datenträgern erfasst und an ein zentrales SAP-Host-System übermittelt.
Im Lager vpn Kühne + Nagel am Münchner Flughafen durchläuft die Ware einen weiteren RFID-Kontrollpunkt, wonach die Sendungen an Lufthansa Cargo übergeben werden. Die automatisierte Packstückverfolgung mit RFID sei wichtig für die Weiterentwicklung der Cargo 2000-Initiative des Luftfracht-Carriers., heißt es. Im Lufthansa-Cargo-Lager in New York steht der erste US-amerikanische RFID-Kontrollpunkt des Projekts, wo der Wechsel zwischen den europäischen und den US-Frequenzen zum Tragen kommt. Hier werden die RFID-Tags der Sendungen identifiziert und anschliessend zum US-Distributionszentrum von Océ in Mount Laurel transportiert. Der Wareneingang wird ebenfalls über ein RFID-Gate erfasst. Alle Daten werden an das Track-&-Trace-System von Kühne + Nagel "KNLogin" übermittelt und online zur Verfügung gestellt.
Siemens Business Services berät in dem Projekt zu allen Fragen der Soft- und Hardware sowie zu den Prozessen, übernimmt die Integration der Daten in das SAP-System von Océ und die Steuerung der RFID-Lesegeräte mittels einer EPC-compliant Savant-Server-Applikation – dem Herzstück des RFID-Systems.
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