07.05.2009 |
Schweiz sucht europäische Transitlösung
Wien. Die österreichische Verkehrsministerin Doris Bures übergab heute den Vorsitz im so genannten Zürich-Prozess für zwei Jahre an das Nachbarland Schweiz. Als vordringlichste Aufgabe haben sich die sechs beteiligten Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, die Schweiz, Österreich und Slowenien vorgenommen, eine nachhaltige Lösung für den alpenquerenden Transit zu finden. Dabei wird es nach Aussage des Schweizer Verkehrsministers Moritz Leuenberger in erster Linie darum gehen, die unterschiedlichen Denkmodelle in Einklang zu bringen. Während die Schweiz auf eine Begrenzung der LKW-Fahrten setzt, orientiert sich Österreich an der Schadstoffbelastung. Frankreich tritt für eine Staffelung der Mauttarife nach Verkehrsaufkommen ein. Bures und Leuenberger gaben sich zuversichtlich, einen Konsens zu finden, der auch vom übrigen Europa akzeptiert werden kann.
Die Initialzündung für den Zürich-Prozess lieferte eine Serie schwerer Tunnel-Unfälle in Österreich und der Schweiz vor acht Jahren. Wollte man sich zunächst nur auf die Hebung der Verkehrssicherheit konzentrieren, so stehen heute auch eine Verlagerung des Straßenverkehrs auf andere Verkehrsträger und die Ökologisierung des Transitverkehrs auf dem Programm des Zürich-Prozesses. (rv)
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