10.12.2009 |
Schmiergeldaffäre: MAN zahlt 150 Millionen Euro Strafe
München Die Schmiergeldaffäre bei MAN kostet den Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern eine Geldbuße von etwas mehr als 150 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft am Landgericht München I setzte gegen die Töchter MAN Nutzfahrzeuge AG und MAN Turbo AG eine Buße von jeweils 75,3 Millionen Euro fest.
Der Bescheid ahnde die Verletzung der Aufsichtspflicht des Vorstandes der MAN Nutzfahrzeuge durch „mangelhafte Compliancestruktur der Aktiengesellschaft“, gab die Staatsanwaltschaft bekannt. Dadurch kam es nach Ansicht der Behörde in den Geschäftsbereichen zur Zahlung von Bestechungsgeldern in einer Vielzahl von Fällen. Die hiermit erzielten Gewinne würden durch den heute erlassenen Bescheid abgeschöpft.
„Die beiden betroffenen Unternehmen haben auf Rechtsmittel verzichtet. Damit sind die Ermittlungen gegen Gesellschaften des MAN Konzerns wegen des Verdachts von zurechenbaren Korruptionshandlungen im Zeitraum von 2002 bis 2009 beendet“, hieß es in einer ersten Stellungnahme des Konzerns. Die Ermittlungen gegen Einzelpersonen seien davon nicht betroffen. (sb)
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