17.11.2009 | Transport + Logistik

Schlotmann will Hafeninfrastruktur ausbauen

Schwerin/Rostock. Landesverkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) will zur Unterstützung der Fährreedereien in der Wirtschaftskrise den Ausbau der Verkehrs- und Hafeninfrastruktur unterstützen. "Für Fährreeder sind leistungsfähige Häfen und wettbewerbsfähige Verkehrsanbindungen wichtig", sagte Schlotmann am Montag laut Mitteilung nach einem Treffen mit Vertretern der Hafenwirtschaft und drei Fährreedereien. Er sprach sich für zudem einen LKW-Maut-Rabatt bei Transporten über die Ostseehäfen aus. "Wer den umweltfreundlicheren Seeverkehr für Transporte nutzt, sollte ganz konkrete Vorteile davon haben", betonte Schlotmann.

Die Wirtschaftskrise habe laut Schlotmann den Fähr- und RoRo-Verkehr in der Ostsee und damit auch Mecklenburg-Vorpommern besonders stark getroffen. Bis Ende September 2009 sei ein Tonnagerückgang von rund 27 Prozent im Fährhafen Rostock und 41 Prozent in Sassnitz/Mukran verzeichnet worden. Ein Tonnageanstieg werde für frühestens 2011 erwartet. Der Minister betonte, dass die Landesregierung großes Interesse daran habe, dass die Reedereien den Häfen im Land weiterhin treubleiben.

Wie die Fährreederei Scandlines am Montag auf Anfrage berichtete, läuft der Umzug einiger Abteilungen von der Zentrale in Rostock nach Puttgarden wie geplant. Bis März/April 2010 soll er abgeschlossen sein, sagte Sprecher Frank Havemann auf Anfrage. Die Reederei hat im Rahmen eines Rationalisierungsprogramm die Verlagerung beschlossen, 400 der insgesamt 2400 Mitarbeiterstellen im Konzern sollen abgebaut werden.

Nach Einschätzung Havemanns ist die "Talsohle leicht durchschritten", die Geschäftslage habe jedoch nicht signifikant verbessert. Nachdem der Sommer und die Tourismussaison besser als erwartet verlaufen seien, gelte es nun, sich auf das Frachtgeschäft zu konzentrieren. Im ersten Halbjahr 2009 hatte Scandlines einen Einbruch der Transportergebnisse, insbesondere im Frachtverkehr verzeichnet. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 seien fast ein Viertel (24 Prozent) weniger Lastwagen und Trailer befördert worden. Bei Eisenbahnwagen betrug der Rückgang sogar 37 Prozent. (dpa)

 
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