Schwerin. Angesichts der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP in Berlin hat Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) vor einer auch nur teilweisen Privatisierung der Deutschen Bahn (DB) gewarnt. „Eine Teilprivatisierung würde Bahnverbindungen in ländlichen Gebieten gefährden“, erklärte Schlotmann. Gerade in dünn besiedelten Flächenländern wie Mecklenburg-Vorpommern würde das langfristig ein Problem darstellen. Der Minister forderte zugleich einen Ausbau der Bahnstrecken im Nordosten, vor allem der Verbindung zwischen Lübeck und Stralsund. Gesichert bleiben müssten auch die Investitionen in Straßen wie die geplante Autobahn A 14. Die SPD hatte im vergangenen Jahr einer Teilprivatisierung der DB-Tochtergesellschaft für den Personen- und Güterverkehr zugestimmt. Der geplante Börsengang, mit dem knapp ein Viertel der Anteile an private Investoren gehen sollten, scheiterte jedoch im Oktober 2008 an den Turbulenzen der Finanzkrise. (dpa)
Schlotmann warnt vor Privatisierung der Bahn
Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister fürchtet Ausdünnen des Streckennetzes