Berlin/Schwerin. Der Weg für eine Ostseebrücke über den Fehmarnbelt ist frei. Nach dem dänischen Parlament und dem Bundestag gab am Freitag auch der Bundesrat grünes Licht für das umstrittene Projekt. Mecklenburg-Vorpommern stimmte dem deutsch-dänischen Staatsvertrag jedoch nicht zu. Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) sagte: „Die Fehmarnbelt-Querung ist überflüssig, teuer und schädlich für die Umwelt.(...) Aber wir müssen die Entscheidung akzeptieren.“ Bis zum Jahr 2018 soll zwischen der deutschen Ostsee-Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland eine 19 Kilometer lange Brücke entstehen. Dänemark übernimmt dabei die Baukosten in Höhe von geschätzt 4,8 Milliarden Euro. Die Bundesrepublik muss die Bahn- und Straßenanbindung auf deutscher Seite bezahlen, für die bislang rund 800 Millionen Euro veranschlagt werden. Allerdings hält der Bundesrechnungshof eine Verdoppelung der Kosten für denkbar. Schlotmann fürchtete bei einer Fehmarnbelt-Brücke bislang um die Perspektiven der Häfen im Land. Er forderte, deren Anbindung zu verbessern, etwa durch die Verlängerung der A 14 in Richtung Magdeburg sowie den Ausbau der Bahnstrecke Rostock-Berlin für Tempo 160 und für Schwerlastzüge. (dpa/ag)
Schlotmann: Fehmarnbelt-Querung überflüssig
Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister warnt vor Umweltschäden durch Brückenprojekt