09.02.2012 | Transport + Logistik

Röhlig rechnet für 2012 mit Wachstum

Bremen. Der Bremer Logistikdienstleister Röhlig hat im vergangenen Jahr kräftigt zugelegt. Laut der heute vorgelegten vorläufigen Zahlen für 2011 erhöhte sich der Rohertrag der Röhlig Gruppe um 19 Millionen auf mehr als 141 Millionen Euro. Der Konzern-Rohertrag stieg um fast 16 Prozent von 83 Millionen auf 96 Millionen Euro „Dieses rasante Wachstum ging jedoch nicht zu Lasten des Gewinns. Verglichen mit dem Vorjahr konnten wir unseren Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 18 Prozent auf 15 Millionen Euro steigern“, sagte Finanzchef Hans-Ludger Körner.

Stärkster Wachstumsmarkt war laut Unternehmensangaben die Region Nord- und Südamerika, wo Röhlig das Geschäftsvolumen um über 48 Prozent steigerte. Auch die Tochtergesellschaften in Europa, Asien und der Pazifikregion seien jeweils zweistellig gewachsen. „Europa leidet aber erkennbar unter der Eurokrise; besonders die konjunkturelle Entwicklung in Italien und Spanien beobachten wir mit Sorge“, konstatierte der zuständige Geschäftsführer Quentin Lacoste. Deutschland sei zwar moderat gewachsen, allerdings bei starkem Margendruck.

Das Unternehmen will in Zukunft weiter wachsen. „Wir verfügen heute sowohl über die Systeme als auch über geeignete Führungskräfte, um weitere Auslandsgesellschaften zu gründen oder Neuerwerbungen zu integrieren“, sagte Firmenchef Thomas Herwig. So habe die US-amerikanische Tochtergesellschaft Weiss-Röhlig USA die im vergangenen Oktober übernommene Firma Sea Jet in Boston mit 25 Mitarbeitern innerhalb von vier Wochen voll in die Gruppe eingegliedert.

Für 2012 sieht Herwig gute Wachstumschancen: „Von einer Krise des Welthandels spüren wir im Moment nichts. Wir sind im Jahr 2011 stetig gewachsen und erzielten in den letzten drei Monaten das mit Abstand beste Quartalsergebnis aller Zeiten. Auch das Jahr 2012 hat ordentlich begonnen“.

Röhlig ist ein transkontinental agierendes Logistikunternehmen mit Stammsitz in Bremen. Mit Niederlassungen in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika sowie der asiatisch/pazifischen Region erstreckt sich das Netzwerk des Dienstleisters über 130 Büros in 33 Ländern. (sb) 

 
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