20.01.2009 |

Rekord für Nord-Ostsee-Kanal

Kiel. Auf dem Nord-Ostsee-Kanal hat die Ladungsmenge 2008 trotz der Wirtschaftskrise erstmals die 100-Millionen-Tonnen-Grenze übertroffen. Die Kanalverwaltung gab das Jahresergebnis in Kiel mit mehr als 105 Millionen Tonnen an. 42.611 Schiffe passierten den rund 100 Kilometer langen Kanal zwischen Kiel und Brunsbüttel, 560 weniger als 2007. Ohne die Wirtschaftskrise wären die Zahlen noch höher ausgefallen, hieß es. Angesichts des gestiegenen Ladungsaufkommens forderte heute Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) die schnellstmögliche Umsetzung des vom Bund beschlossenen Ausbau-Programms für den Kanal.

„Für Schleswig-Holstein ist die meistbefahrene Wasserstraße der Welt mit ihren vielen tausend direkten und indirekten Arbeitsplätzen gerade in konjunkturell angespannten Phasen von massiver Bedeutung“, erläuterte Marnette. „Wir beobachten weiterhin sehr genau, ob die schwächere Wirtschaftslage zu weiter sinkenden Schiffspassagen führt“, sagte der Leiter des Dezernats Schifffahrt bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Nord, Jörg Heinrich. Im November waren die Kanalpassagen erstmals seit langem wieder gesunken. Der Trend zu größeren Schiffen setzte sich weiter fort.

Minister Marnette betonte, dass der Kanal unter anderem von der dynamischen Wirtschaftsentwicklung im Ostseeraum profitiere. Die vor einem halben Jahr verkündete Entscheidung des Bundes, den Ausbau der Oststrecke sowie den Schleusenneubau in Brunsbüttel „zeitnah“ umzusetzen und anschließend die dringend notwendigen Sanierungen der großen Schleusen in Brunsbüttel vorzunehmen, sei genau zur richtigen Zeit gekommen. Marnette: „Nun kommt es darauf an, das Programm auch zur Stützung der Konjunktur rasant in die Tat umzusetzen - jeder Tag zählt“. Zusammen mit der im Anschluss an den Ausbau der Oststrecke geplanten Vertiefung des Kanals auf zwölf Meter und dem Brückenneubau in Kiel-Holtenau rücke das gemeinsame Ziel von Wirtschaftsministerium und Wirtschaft näher, den Kanal zukunftsfähig zu machen. (dpa)

 
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