Ramsauer bleibt dem Transrapid treu

09.03.2010 11:03 Uhr
ddp
Renaissance eines Totgeglaubten: Ramsauers Vorgänger Wolfgang Tiefensee konnte dem Transrapid wenig abgewinnen
© Foto: ddp

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sieht weiter gute Exportchancen für den Hochgeschwindigkeitszug Transrapid

Düsseldorf/Lathen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sieht weiter gute Exportchancen für den Hochgeschwindigkeitszug Transrapid. Unter anderem stehe in China noch die Entscheidung über eine Verlängerung der Strecke von Schanghai nach Hangzhou aus, sagte Ramsauer dem „Handelsblatt“. „Wir führen derzeit auch Gespräche mit Brasilien, der Türkei und den USA.“ Über ein mögliches Aus der von Siemens und Thyssen-Krupp entwickelten Magnetschwebebahn war zuletzt immer häufiger spekuliert worden. Der Weiterbetrieb der Teststrecke im Emsland ist nur bis Ende 2010 garantiert. Seit seinem Amtsantritt kämpft Ramsauer dafür, die Versuchsstrecke zu erhalten und nicht wie geplant im Mai abzubauen. Nach langem Zögern hatten die Haushälter in der vergangenen Woche etwa fünf Millionen Euro genehmigt, obwohl weder ein Konzept für den Weiterbetrieb noch eine Zusage der Industrie vorlag, sich an den Kosten zu beteiligen. In Kreisen der Koalition hieß es, es sei ein „Zugeständnis“ an Ramsauer gewesen. Ramsauer setzt auf vier Projekte: In Brasilien geht es um eine 550 Kilometer lange Strecke, um die sich auch Siemens mit dem ICE bewirbt. In den USA hat der Kongress 90 Millionen Dollar für die Planung von zwei Strecken freigegeben - allerdings bereits vor fünf Jahren. Auch auf die Türkei hofft der Minister. Die Regierung verfolge ein „ambitioniertes Infrastruktur-Investitionsprogramm, das bis 2023 realisiert werden soll“, heißt es in einer Vorlage für die Haushaltspolitiker. Es könnten sich „gute Einsatzmöglichkeiten für den Transrapid ergeben“. (dpa)

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