12.01.2007 | Transport + Logistik

Railion Nederland: Zum vierten Mal Mengenrekord eingefahren

Utrecht/Niederlande. Zum vierten Mal in Folge konnte Railion Nederland sein Transportaufkommen steigern, und zwar um zwei Millionen Tonnen auf rund 31,1 Millionen Tonnen. Damit nicht genug: „Wir haben 2006 auch einen Gewinn eingefahren", berichtete Carel Robbeson, Direktor des niederländischen Ablegers des Railion-Verbundes, jetzt am Stammsitz Utrecht auf dem traditionellen Neujahrsempfang. Die genauen Zahlen werden allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt im Zusammenhang mit der Jahrespräsentation der Railion-Muttergesellschaft veröffentlicht.

Für den Erfolg von Railion Nederland gibt es gleich mehrere Väter: Zum einen profitierte das Schienenunternehmen von der konjunkturellen Belebung in den Niederlanden und in Europa. Zum anderen habe die angepasste Verkaufsstrategie Wirkung und das straffe Kostenmanagement Wirkung gezeigt. So konnte beispielsweise die Auslastung des Waggonparks im so genannten Wagenladungsverkehr verbessert werden. Sie liegt jetzt bei 75 Prozent. Zu den herausragenden Gütergruppen gehörten im Berichtsjahr neben Containern auch Massengüter wie Bioäthanol sowie Stahlerzeugnisse.

Zu den herausragenden Veränderungen im laufenden Geschäftsjahr gehört für Railion Nederland die Inbetriebnahme der neuen Güterbahnstrecke „Betuwelijn". Diese wird sich niederländischen Medienberichten zufolge noch um bis zu acht Wochen hinauszögern. Der Grund dafür sind Probleme bei den technischen Sicherungssystemen innerhalb der zahlreichen Tunnelabschnitte, die eigens für die neue Güterstrecke gebaut wurden. Die Traktion auf der rund 160 Kilometer langen Strecke wird zudem zunächst mit Diesel-Loks erfolgen. Erst im Laufe der zweiten Jahreshälfte stehen dann auch E-Loks zur Verfügung, die, wie auch die Diesel-Loks, allesamt mit dem neuen Zugsicherungs-System ECTS ausgerüstet sein müssen. Wichtig aus Sicht von Railion Nederland ist zudem, dass die Höhe der Trassenpreise auf der Betuwelijn inzwischen feststeht. Darüber hatte es einen mehrmonatigen Streit mit der staatlichen Schienennetzbetreiber-Gesellschaft ProRail gegeben. (eha)

 
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