27.01.2012 | Transport + Logistik

Radarfallen an A2 blitzen seltener als erwartet

Peine/Helmstedt. Die auf der unfallträchtigen Autobahn 2 (Hannover-Magdeburg) installierten Radarfallen blitzen weniger Raser als erwartet. Der Landkreis Peine hat bereits einen Monat nach dem Start der umstrittenen Überwachung drei Kollegen aus der zuvor aufgestockten Bußgeldstelle abgezogen, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Für zusätzlich angemietete Bürocontainer müsse notfalls eine andere Verwendung gefunden werden.

Wenige Temposünder

Mit dem Verkehrs- und Innenministerium solle geklärt werden, was die Ursache für die im Vergleich mit anderen überwachten Autobahnabschnitten in Deutschland niedrige Zahl ertappter Temposünder sei, sagte Schröder. Möglicherweise hätten die Radarfallen bereits den gewünschten Effekt erzielt, dass die Autofahrer sich weitgehend an die Tempolimits halten. Zwischen dem 21. Dezember und 22. Januar hatten die beiden vom Kreis Peine installierten Radarfallen 1244 Raser registriert. Der Kreis Helmstedt, der ebenfalls Radarfallen an der A2 aufstellte, hat noch keine verlässlichen Daten.

Warnschilder stehen vor den Radarfallen

Da auf der Autobahn kurz zuvor variable Tempolimits eingeführt worden waren, hatte das Verkehrsministerium in Hannover die Kontrolle für wenig sinnvoll erachtet und sogar Warnschilder vor den Radarfallen aufstellen lassen. Wie eine Sprecherin am Freitag erklärte, gab es die Sorge, dass plötzlich vor den Radarfallen bremsende Autofahrer für Unfälle und Stockungen im Verkehrsfluss sorgen. Ursache für die geringe Zahl ertappter Fahrer könne sein, dass nur zeitweise variable Tempolimits vorgegeben seien. Bei gutem Wetter und flüssigem Verkehr nämlich gebe es keinerlei Beschränkung.

Unklar ist auch, ob die Blitzer tatsächlich die Zahl der Unfälle verringern werden. Viele Crashs werden nach Polizeiangaben von Lastwagen verursacht, die in Massen über die Ost-West-Achse rollen. (dpa)

 
Anzeige
 

Weitere Informationen

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

27.01.2012Artikelinformationen

Social Networking
Schlagworte
Bildnachweis
(Foto: Danny Gohlke_ddp)

VerkehrsRundschau mobil

Beliebteste Meldungen

Beliebteste Galerien

Nachwuchsinitiative

Hallo Zukunft!

VerkehrsRundschau, Trucker und Gefahr/gut vermitteln zwischen Schülern, Lehrern und Unternehmen für eine Zukunft in der Logistik [Mehr Infos über Ausbildung in der Logistik]

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 21.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Glastaxi meint: Die dänischen Spediteure dürfen sich jetzt nicht aufregen, denen konnte es doch nicht wild und...[mehr…]
  • 19.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Jürgen Auth meint: Es müsste folgende Bestimmung bei Kabotage eingeführt werden: Den Fahrern aus den Billiglohnländern...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Transport + Logistik
    Gefährlicher Spatenstich für Bayerns Innenminister
    Deka 1803 meint: Was sagt uns dies: Von Dingen, von denen man keine Ahnung hat, sollte man tunlichst die Finger...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Recht + Geld
    Bundesregierung plant Arbeitszeitgesetz für selbstständige Fahrer
    Thomas Flesch meint: Darf ich jetzt länger fahren?! Laut EU-Recht maximal 90 Stunden Lenkzeit in 2 Wochen und nach diesem...[mehr…]
  • 17.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    hans-ulrich Höfler meint: Als Betroffener kann ich dem nur beipflichten. Wer die Augen im Transportverkehr weit genug öfnnet,...[mehr…]

Twitter: vr_online

Der Twitter-Kanal der VerkehrsRundschau

vr_online auf Twitter abonnieren und unsere Redakteure halten Sie auf dem Laufenden - blitzschnell und kostenlos!
[Follow us!]

Fahrverbotskalender

Europäische Fahrverbote im Überblick

Unser Fahrverbotskalender gibt einen Überblick über die LKW-Fahrverbote in mehr als 25 europäischen Ländern. Der Kalender erscheint quartalsweise als Zugabe zur Printausgabe, er kann aber auch gesondert bezogen werden. Bestellen können Sie den Kalender außerhalb des Abos zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand und Mehrwertsteuer unter 089/20 30 43 11 00 (Fax -2100) oder per Mail: vertriebsservice@springer.com.