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Streit um Priviligien für die Deutsche Post

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Post-Verbände fordern Ende des Steuerprivilegs

Berlin. Kurier- und Paketdienste fordern von der neuen Bundesregierung eine Abschaffung der Privilegien für die Deutsche Post. Der ehemalige Monopolist ist von der Umsatzsteuer des gesamten Briefdienstes und bei Teilen des Paketdienstes befreit. „Die Zeche zahlt der Steuerzahler“, monierte der Präsident des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste (Biek), Gunnar Uldall, heute in Berlin. Von den künftigen Koalitionspartnern Union und FDP forderte Uldall: „Gleiche Umsatzsteuer für gleiche Postdienstleistungen.“

Auch einer generellen Befreiung von der Umsatzsteuer für alle Brief- und Paketunternehmen würde der Verband zustimmen. Allerdings sei dies bei der aktuellen Finanzlage wohl nicht durchsetzbar, räumte Uldall ein. Der Biek vertritt die Paketdienste Hermes Logistik, TNT, UPS, Fedex, DPD und GO!.

Die Forderungen von Biek unterstützten der Arbeitgeberverband Neue Brief- und Zustelldienste (AGV NBZ), der Bundesverband der Kurier- Express-Post-Dienste (BdKEP) sowie der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT). Die Post-Verbände verlangen zudem eine Abschaffung des Mindestlohns. „Der Postmindestlohn hat rund 40 Prozent aller lizenzpflichtiger Arbeitsplätze der Branche vernichtet“, kritisierte der Präsident des AGV NBZ, Florian Gerster. (dpa)

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

05. Oktober 2009 19:14
Björn Bratz meint:
„Gleiche Umsatzsteuer für gleiche Postdienstleistungen.“

Soweit ich weiß, ist im Paketbereich kein Steuerprivileg der Post vorhanden. Dies erstreckt sich nur auf Briefpost und steht allen zu, die den Dienst als Universaldienst erbringen. Und das macht - so sagt die Regulierungsbehörde - nur die Gelbe Post. Wenn TNT und die Mini-PINs ebenfalls einen flächendeckenden Briefdienst anbieten würden, wäre das mit dem Privilegabbau ja verständlich. Fällt das Privileg für die Post, fühlt sich diese vermutlich auch nicht verpflichtet, jedes Dorf in Deutschland zu versorgen. Mit dem Abbau von Filialen hat man den Schritt ja schon mal angedeutet.

Und die Sache mit dem Mindestlohn ist ja hanebüchen. Es wäre ein zweistelliger Prozentsatz von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen bei der Post bedroht gewesen, wenn der Mindestlohn nicht eingeführt worden wäre. Sprich: Die Last hätte der Steuerzahler zu tragen gehabt durch das Aufstocken der unwürdigen Löhne von bspw. PIN. Und TNT weigert sich ja immer noch, den Mindestlohn zu zahlen. Aber das erzählt der komische Verband natürlich nicht.

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