Vilnius. In den letzten drei Monaten musste in Litauen wegen der gewachsenen Treibstoffkosten 20 Speditionen ihr Geschäft einstellen. Nach Angaben des Moskauer Vertreters des nationalen Spediteursverbands Linava, Rimantas Budrevicius, können die Transportunternehmen die wachsenden Unkosten nicht durch Preiserhöhungen auffangen, da die ausländische Konkurrenz immer stärker wird. Vor allem polnische und bulgarische Speditionen würden die Balten in ihrem Markt bedrängen. Spürbar wachse auch die Präsenz der russischen Transporteure im Ost-West-Verkehr. „Auf dem russischen Markt wird es eng, weil die Russen jetzt einen Kopf größer sind als noch vor einigen Jahren“, so Budrevicius gegenüber der russischen Fachzeitung „Gudok“. Die Qualität ihrer Dienstleistungen und des russischen Fahrzeugpark habe sich merklich verbessert. Große Einbußen erlitten die litauischen Spediteure zudem auf dem kasachischen Markt, der vor allem durch PKW-Transporte geprägt war. Wegen gestiegener Zinsen und erhöhter Zollsätze würden über Litauen kaum noch PKW nach Kasachstan importiert. Dies habe einigen litauischen Unternehmen faktisch die Existenzgrundlage entzogen. (ld)
Pleitewelle unter litauischen Spediteuren
Hohe Treibstoffpreise und wachsende Konkurrenz aus dem Ausland belasten Unternehmen