London. Nach fünf Monaten in der Hand von somalischen Piraten ist der griechische Frachter „MV Irene“ wieder frei. Die Seeräuber haben das Schiff verlassen, und die 22-köpfige Besatzung befindet sich in guter Verfassung, wie die EU-Mission „Atalanta“ in London mitteilte. Nach Angaben der Anti-Piraten-Mission war der Frachter am Montagabend freigelassen worden. Anschließend steuerte die „MV Irene“ von der Küste Somalias aus das offene Meer an. Nach der Freilassung habe der Kapitän Kontakt zum niederländischen Marineschiff „HNLMS Evertsen“ aufgenommen. Kurze Zeit später sei ein Kommando dieses Schiffes an Bord der „MV Irene“ gegangen und habe die von den Philippinen stammende Besatzung versorgt. Die „MV Irene“ hatte nach Angaben ihres Kapitäns nur noch Treibstoff für wenige Stunden und keine Lebensmittel mehr. Ob die Piraten Lösegeld bekommen haben, bevor sie das Schiff verließen, teilte die Operation „Atalanta“ nicht mit. Das 35.000-Tonnen-Schiff war für eine griechische Reederei unterwegs und fährt unter der Flagge des karibischen Inselstaats St. Vincent. Es war Mitte April von Piraten gekapert worden. (dpa)
Piraten lassen griechischen Frachter frei
Griechische Frachter „MV Irene“ nach fünf Monaten frei / Besatzung in guter Verfassung