15.09.2008 |

Ostsee-Häfen wollen enger zusammenarbeiten

Lübeck. Die Häfen an der Ostsee wollen künftig enger zusammenarbeiten. "Die Zeiten, als in jedem Anrainerstaat unterschiedliche Standards galten, sollen bald der Vergangenheit angehören", sagte der Geschäftsentwickler der Lübecker Hafen- Gesellschaft, Falk Ohlig. Es bringe nichts, wenn jeder sein eigenes Süppchen koche. "Bei aller gesunden Konkurrenz geht es nun auch um Kooperation."

Bei der Konferenz der Organisation der Ostsee-Häfen, die am Samstag in Lübeck zu Ende fing, hätten sich Vertreter der 50 wichtigsten Häfen darauf geeinigt, künftig auf einheitliche Standards und eine einheitliche Technologie zu setzen.

Auch bei der Hinterlandanbindung wollen die Häfen sich angleichen. "Es ist für alle ein Hindernis, wenn in einem Hafen die Verladung schnell gelingt, aber im Gegenhafen Stau herrscht", sagte Ohlig. Die Ostsee-Anrainer rechneten mit einer Verdoppelung des Warenumschlags bis 2050. In Lübeck seien im vergangenen Jahr rund 33 Millionen Tonnen umgeschlagen worden.

Von einer "neuen Hanse" spricht Ohlig beim Umweltschutz. Auf diesem Gebiet sei die Lübecker Hafen-Gesellschaft zusammen mit dem Hafen in Göteborg Vorreiter. Beide böten den Schiffen an, während der Liegezeit Strom vom Land zu bekommen. "Das ermöglicht den Schiffen, alle Maschinen einschließlich der Hilfsdiesel abzuschalten", sagte Ohlig. Während der Zeit am Kai gebe es dann Strom vom Kai. "Wenn alle Schiffe mit diesem Landanschluss ausgerüstet würden, könnten bis zu 40 Prozent der bisherigen Emissionen vermieden werden", erklärte Ohlig. Er hoffe nun, dass möglichst viele Häfen diese Technik anbieten und sich am Projekt mit dem Titel "Neue Hanse der nachhaltigen Häfen und Städte" beteiligen. "Das wird den Anreiz für Reeder erhöhen, ihre Schiffe entsprechend umzurüsten." (dpa)

 
Anzeige
 

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

15.09.2008Artikelinformationen

Social Networking
Bildnachweis
(Foto: Hafen Lübeck)

Frachtenbörsen

Transportausschreibungen

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feinstaubwerte 2011 trotz Umweltzonen gestiegen
    juergen diercks meint: So geht das aber nicht weiter. Es koennen doch Wetter und Hochdruck nicht einfach darueber hinweg...[mehr…]
  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Ludger Haack meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen - durch die "Sturheit" diverser Bundesländer...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Rudolf Röhlich meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen, weil wir auf manchen Relationen unpaarige WB abholen...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Recht + Geld
    Urteil der Woche: Haftungsbeschränkung für verunfallten Fahranfänger
    V 480 Truck meint: Mit 93 KM/h über die Landstrasse brettern, geht schon mal gar nicht, denn das Fahrzeug regelt bei 88...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Transport + Logistik
    Amazon-Logistikzentrum schafft 1000 Arbeitsplätze
    Walter Dettinger meint: Wenn es dann richtige Arbeitsplätze sind ist das OK. Aber vor einigen Wochen war die Rede, dass...[mehr…]

Frage der Woche

Jahresabo Premium

Jahresabo

Profitieren Sie ein Jahr lang von den Premium-Vorteilen der VerkehrsRundschau!


Mit hochwertiger Prämie! [Bestellen]

Neueste Meldungen

Fahrverbotskalender

Europäische Fahrverbote im Überblick

Unser Fahrverbotskalender gibt einen Überblick über die LKW-Fahrverbote in mehr als 25 europäischen Ländern. Der Kalender erscheint quartalsweise als Zugabe zur Printausgabe, er kann aber auch gesondert bezogen werden. Bestellen können Sie den Kalender außerhalb des Abos zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand und Mehrwertsteuer unter 089/20 30 43 11 00 (Fax -2100) oder per Mail: vertriebsservice@springer.com.

Aktuelle Stellenangebote

Weitere Stellenanzeigen buchen

Beliebteste Galerien

Mini-Abo Online

miniabo

Testen Sie jetzt VerkehrsRundschau Online vier Wochen lang für nur 19 €

[Bestellen]

Beliebteste Meldungen