Wien. Die österreichischen Transportunternehmen fordern die Einführung eines sogenannten Gewerbediesel. Derzeit zahlt man in Österreich - egal ob Transportunternehmer oder Privater - rund 397 Euro Mineralölsteuer für 1.000 Liter Diesel. „Wir fordern eine maximale Mineralölsteuer von 330 Euro auf 1.000 Liter Diesel für gewerbliche Verbraucher", betonte der Obmann der Wirtschaftskammersparte Transport und Verkehr, Alexander Klacska. Der Wert von 330 Euro unterschreite den Schnitt jener EU-Länder, wo es einen „Gewerbediesel“ bereits gibt. Die Forderung kommt vor dem Hintergrund der sinkenden Margen für Österreichs Transporteure.
Klacska: „Die Dieselpreise sind existenzbedrohend für die Transportunternehmer“, deren Auftragslage im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen ist. Dank Gewerbediesel sollen die Ausflaggungen österreichischer LKW in die östlichen Nachbarländer reduziert werden. Die Branche trete für eine bundesweit einheitliche Investitionsförderung, so Klacska. 2011 waren rund 46 Prozent LKW von österreichischen Firmen mit ausländischen Kennzeichen unterwegs, für 2014 wird mit mehr als 50 Prozent gerechnet. Der Kostendruck von Lohn- und Lohnnebenkosten sind die Hauptgründe für das Ausflaggen der LKW. Dem österreichischen Staat entgehen pro ausgeflaggten LKW 3414 Euro allein an Mineralölsteuer-Einnahmen pro Jahr. (mf)