Österreichs Transporteure fordern „Gewerbediesel“

23.05.2012 09:51 Uhr
Österreichs Transporteure wünschen sich Entlastung bei der Mineralölsteuer

Begrenzung der Mineralölsteuer auf 330 Euro pro 1000 Liter Diesel soll Gewerbe entlasten

Wien. Die österreichischen Transportunternehmen fordern die Einführung eines sogenannten Gewerbediesel. Derzeit zahlt man in Österreich - egal ob Transportunternehmer oder Privater - rund 397 Euro Mineralölsteuer für 1.000 Liter Diesel. „Wir fordern eine maximale Mineralölsteuer von 330 Euro auf 1.000 Liter Diesel für gewerbliche Verbraucher", betonte der Obmann der Wirtschaftskammersparte Transport und Verkehr, Alexander Klacska. Der Wert von 330 Euro unterschreite den Schnitt jener EU-Länder, wo es einen „Gewerbediesel“ bereits gibt. Die Forderung kommt vor dem Hintergrund der sinkenden Margen für Österreichs Transporteure.

Klacska: „Die Dieselpreise sind existenzbedrohend für die Transportunternehmer“, deren Auftragslage im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen ist. Dank Gewerbediesel sollen die Ausflaggungen österreichischer LKW in die östlichen Nachbarländer reduziert werden. Die Branche trete für eine bundesweit einheitliche Investitionsförderung, so Klacska. 2011 waren rund 46 Prozent LKW von österreichischen Firmen mit ausländischen Kennzeichen unterwegs, für 2014 wird mit mehr als 50 Prozent gerechnet. Der Kostendruck von Lohn- und Lohnnebenkosten sind die Hauptgründe für das Ausflaggen der LKW. Dem österreichischen Staat entgehen pro ausgeflaggten LKW 3414 Euro allein an Mineralölsteuer-Einnahmen pro Jahr. (mf) 

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.