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04.03.2016Transport + Logistik │ Ausland

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premiumNiederländer bitten um Verschiebung der belgischen Lkw-Maut

Der niederländische Logistikverband TLN hat in einem Brief die zuständigen belgischen Stellen aufgefordert, den geplanten Start der Lkw-Maut zu verschieben.
Belgien, Maut, Viapass

Am 1. April 2016 soll in Belgien eine elektronische Lkw-Maut starten

Foto: Viapass

Zoetermeer. Der führende niederländische Logistikverband Transport en Logistiek Nederland (TLN) hat um die Verschiebung der belgischen Lkw-Maut gebeten, die am 1. April starten soll. Als Grund nennt TLN mehrere Probleme mit der neuen Technik, vor allem mit den On Board Units (OBU) für das Mautsystem. TLN hat die Bitte um Verschiebung in einem Brief an Chef des belgischen Mautprojekts Viapass, Johan Schoups, formuliert.

Demnach hätten TLN-Mitglieder über Lieferengpässe bei den OBU berichtet. Es sei abzusehen, dass nicht alle Fahrzeuge, die mit den neuen Geräten auszustatten seien, bis zum 1. April tatsächlich über ein OBU verfügen könnten, heißt es bei TLN. Außerdem sei das Gerät instabil. Ohne ersichtlichen Grund würde es oft auf „rot“ springen und damit eine manuelle Bedienung verlangen, obwohl es dazu keinen Anlass gäbe. Es käme auch vor, dass der Zähler für die Mautkosten nicht durchlaufe. Das sei gerade für kleinere Betriebe ein Problem, die manchmal auch für kürzere Fahrten die Mautkosten gesondert auf ihren Rechnungen aufführen würden. Der Hinweis von Viapass, dass die Satelliten solche Durchlauffehler bei Updates korrigieren würden, sei keine Hilfe für diese Unternehmen.

Probleme beim Einbau der OBU

TLN-Mitglieder hätten über Probleme beim Einbau des OBU berichtet. Das Gerät zeige zudem zu ungenau die exakte Position des Fahrzeugs an, was in großen Städten wie Brüssel ein Problem darstellen könne. Die Leistungen des Call-Centers von Viapass in Maastricht seien noch unzureichend. Wegen überlasteter Leitungen müsse man in der Regel 20 bis 30 Minuten darauf warten, verbunden zu werden. Für viele Antworten würde lediglich auf die Web-Seite von Viapass verwiesen.

TLN gibt an, dass erst 25 Prozent der potentiellen niederländischen Fahrzeuge, die von der Maut in Belgien betroffen sein werden, bei Viapass registriert seien. Für TLN ist es nicht absehbar, dass die Service-Leistung von Viapass ausreichen, um bis zum 1. April alle restlichen niederländischen Fahrzeuge zu registrieren. Deshalb bittet der Verband um die Verschiebung des Maut-Starts.

In Belgien soll am 1. April eine kilometerabhängige, satellitengestützte Maut für Lkw ab 3,5 Tonnen starten. Sie gilt auf allen Autobahnen und Nationalstraßen, für die bislang die Eurovignette nötig ist. (kw)

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