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Neue Hafenprojekte in Russland
Moskau. An der Ostsee und am Schwarzen Meer könnten in absehbarer Zeit weitere russische Häfen entstehen. Von der staatlichen Hafenbau-Verwaltung wurden die Investitions-Leitlinien für den Bau eines Tiefwasserhafens im Gebiet Kaliningrad vorgestellt. Demnach soll voraussichtlich auf der Halbinsel Balga im Frischen Haff ein Hafen entstehen, der bis 2025 einen Frachtumschlag von 130 Millionen Tonnen und bis zu zehn Kilometer Anlegerlänge aufweisen soll. Die Kosten werden mit rund 5,8 Milliarden Euro beziffert, wovon der Staat etwa 30 Prozent tragen würde.
Welchen Sinn solche Hafenkapazitäten für die kleine Ostsee-Exklave machen, wurde allerdings nicht gesagt. Das russische Verkehrsministerium bestätigte aber, dass das Gebiet Kaliningrad dringend einen für Hochseeschiffe zugänglichen Hafen braucht. Auch am Asowschen Meer soll bis 2015 ein neuer Hafen mit 18 Millionen Tonnen Kapazität entstehen, der die überlasteten Häfen der Region entlasten und den Transit über die Ukraine vermindern soll. Haupttransportgüter sind hier Getreide und Holz. Die Kosten des Projekts beim Dorf Kamyschewatskaja im Kreis Ejsk werden mit 450 Millionen Euro angegeben. (ld)







