Berlin. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) kritisiert, dass Union und FDP die LKW-Maut bis 2013 nicht ausweiten wollen. „Es ist ein Rätsel, wie Schwarz-Gelb so dem LKW-Verkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz abtrotzen will“, sagte Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des Nabu. Unnötige Transporte gebe es zuhauf. Diese müsse die Koalition unterbinden und Transporte auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel wie die Bahn verlagern. Die momentane Flaute müsse nach Ansicht des Nabu dazu genutzt werden, um die Weichen für einen Güterverkehr zu stellen, der die Bürger und die Umwelt weniger belastet. Leif Miller geht davon aus, dass der Güterverkehr im kommenden Jahr wieder zunimmt. Wobei kaum ein Bereich die Klimaschutzziele Deutschlands und der Europäischen Union derart stark bedrohe wie es die Transportbranche tut. Dietmar Oeliger vom Nabu nennt vier wichtige Maßnahmen für die kommenden Jahre: „Erstens muss die LKW-Maut auf alle Straßen und auf kleinere LKW ausgedehnt werden. Zweitens muss sich Deutschland auf europäischer Ebene stärker für eine Kerosinsteuer im Flugverkehr einsetzen. Während die Bahn Abgaben auf Diesel und Strom zahlt, bleibt ausgerechnet das klimaschädlichste Verkehrsmittel bislang von jeglichen Abgaben verschont. Drittens müssen die Ruß- und Stickoxidemissionen der Schifffahrt massiv gesenkt werden. Und viertens gilt es die Lärmbelastung des Schienengüterverkehrs zu reduzieren.“ (beg)
Naturschutzbund kritisiert Mautpläne der Koalition
Transportbranche gefährdet nach Meinung der Naturschützer die Klimaschutzziele