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25.07.2014Transport + Logistik | Inland

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premiumMinister und Unternehmen suchen Wege aus dem Stau

Die Stauproblematik auf der A7 im Großraum Hamburg war Thema eines Treffens, das von der Logistikinitiative Schleswig-Holstein organisiert worden ist.
Bauarbeiten auf der A7 bei Hamburg

Die Bauarbeiten auf der A7 sorgen für ein Verkehrschaos

Foto: Picture Alliance/dpa/Daniel Reinhardt

Kiel. Die schleswig-holsteinischen Unternehmen und die Politik wollen gemeinsam nach praktikablen Auswegen aus der Stauproblematik auf der A7 suchen, die aufgrund von umfangreichen Bauarbeiten im Großraum Hamburg eingetreten ist. Das war das Ergebnis eines Gesprächs bei Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer, an dem 20 Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen aus dem nördlichsten Bundesland teilnahmen. Organisiert hatte das Treffen die Logistikinitiative Schleswig-Holstein. Eingeladen worden war auch der Unternehmensverband Logistik Schleswig-Holstein.

Die Wirtschaftsvertreter zeigten auf, dass sie durch die schwierige Verkehrssituation rund um Hamburg Zeitverluste und Zusatzkosten in Kauf nehmen müssen. Zwei Verkehrsunternehmen, die Speditionen Wohlert und Braase, haben bereits mit Teilverlagerungen ihrer Unternehmen reagiert. Gerade für Großraum- und Schwertransporte ist die Lage schwierig: Minister Meyer sagte zu, im Dialog mit der Polizei kurzfristig Erleichterungen zu prüfen. Mögliche Maßnahmen durch Ausnahmen beim Sonntags- und Ferienfahrverbot sowie bei Fahrtgeschwindigkeiten in Baustellen will Meyer mit den Verkehrsministerien der anderen Nordländer diskutieren. Kurzfristig geprüft werden sollen auch eine Verstärkung der Fährverbindung zwischen Glückstadt und Wischhafen (Niedersachsen) und eine neue Fähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven, um Alternativen zur überlasteten A7 zu schaffen.

Einig waren sich Politik und Wirtschaft allerdings auch darüber, dass es zum Ausbau der A7 keine Alternativen gibt. Die Wirtschaftsunternehmen forderten den Minister dazu auf, weitere Infrastrukturprojekte wie den Weiterbau der A20 mit westlicher Elbquerung, den Neubau der Rader Hochbrücke, die Beschleunigung des Ausbaus der A 21 und den Ausbau der B5 voranzutreiben. „Es darf nicht passieren, dass wir in zehn Jahren nochmal vor dem gleichen Dilemma stehen wie jetzt“, betonte Holger Matzen, Vorsitzender des Vorstandes der Logistikinitiative Schleswig-Holstein, der den konstruktiven Charakter des Gesprächs lobte. Der Dialog wird im Oktober mit einer weiteren Informationsveranstaltung in Pinneberg und einem weiteren Ministergespräch fortgesetzt. (hel)

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