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Wegen illegalen Lieferungen militärisch relevanten Materials in den Iran wird gegen den Absender strafrechtlich ermittelt

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Militärisches Material: Deutsche fangen Güter-Sendung in den Iran ab

Frankfurt/Köln. Bei einem internationalen Zolleinsatz ist eine Sendung mit militärisch wichtigen Gütern in den Iran am Frankfurter Flughafen abgefangen worden. Dies bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag. Die Behörde prüft, ob ein Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorliegt. Im Zuge der Ermittlungen habe es in der vergangenen Woche erneut eine Durchsuchung am Flughafen gegeben.

Die im vergangenen Jahr sichergestellte Sendung sollte von Moskau nach Teheran gehen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, es seien 218 Schaltkästen für Lüftungsanlagen gefunden worden, die gepanzert, stärker isoliert als üblich und gegen Erschütterungen geschützt gewesen seien. Solche Geräte seien zum Einbau unter anderem in Bunker vorgesehen. Der Absender habe die Teile als zivile Güter deklariert. Als Empfänger war dem Bericht zufolge eine Bank im Iran angegeben.

Der Fund wurde in einer Halle von Lufthansa Cargo gemacht. Das Unternehmen habe seitdem die Sicherheitsregeln für Transporte in den Iran verschärft, sagte ein Sprecher. Sendungen in den Iran würden nun noch einmal extra überprüft.

Über die Ende November gestartete Zolloperation "Early Bird" hatte zuvor das Zollkriminalamt in Köln berichtet. Zum ersten Mal koordinierten 18 Staaten ihre Suche nach illegalen Lieferungen von militärisch relevantem Material in den Iran. In Deutschland waren die Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg einbezogen. Die internationalen Behörden gingen unter anderem 170 Warnmeldungen nach, die bei der Weltzollorganisation eingegangen waren. Überprüft wurden auch Waren, die an Personen in Drittländern geschickt wurden. (dpa)

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