08.02.2010 | Transport + Logistik

Marco Polo II-Programm: Emons Group gewinnt Fördergelder

Milsbeek. Die niederländische Emons Group kommt für ihre beiden Trailer-Konzepte „2Win-Trailer“ und „MaXi-Trailer“ in den Genuss von Zuwendungen aus dem laufenden Marco Polo-II-Programm der EU-Kommission. Es deckt den Förderzeitraum 2007 bis 2013 ab. Das teilte das im niederländischen Milsbeek (bei Nijmwegen,d. Red.) liegende Unternehmen mit. Die Brüsseler Behörde erkennt damit die „Verkehrsvermeidungsanstrengungen“ der mittelständischen Unternehmensgruppe an, die über die beiden Trailer-Konzepte erreicht werden. So erlaubten die Auflieger-Konzepte eine hohe Zuladung, dank der Transporte und damit Kilometer eingespart und der CO-2-Ausstoß gesenkt werden können.

„Das ist aus unserer Sicht bemerkenswert. Unter den insgesamt 22 anerkannten Projekten sind zwei, die unter die erstmals geschaffene Kategorie ‚Verkehrsvermeidung' fallen. Unser Konzept gehört auch dazu“, freute sich Willem-Jan van Vorstenbos, Geschäftsführer bei Emons Cargo, einem der Tochterbetriebe des niederländischen Mittelständlers. Brüssel stellt für die 22 anerkannten Projekte insgesamt 66 Millionen Euro zur Verfügung.

Die beiden Trailer gehen auf Entwicklungen der Emons-Unternehmensgruppe zurück. Ende der 1990-er Jahre entstanden die ersten Überlegungen zum „2Win-Trailer“. Dank des höhenverstellbaren Zwischendecks kann der Auflieger auf einen Schlag bis zu 54 Euro-Paletten aufnehmen. Die beiden Ladedecks weisen jeweils eine Innenhöhe von 1,80 m auf. Van Vorstenbos: „Der Trailer verfügt über einen eigenen Lift und eine Art Mini-Stapler. Auch erfolgt die Be- und Entladung durch den Fahrer."

Im Oktober 2008 wurde der Maxi-Trailer nach dreijähriger Entwicklungszeit und ausgiebigen Praxistests in den Markt eingeführt. Der Trailer kann mit bis zu 22,5 Tonnen Netto-Fracht beladen werden. Er ist dank seiner Kranbarkeit im kombinierten Verkehr einsetzbar.Van Vorstenbos: „Der Maxi-Trailer ist für Fernstrecken-Einsätze bestimmt. Und: Alle Trailer werden durch Euro5-Lkw gezogen, um beispielsweise bei der deutschen Straßenmaut optimal abzuschneiden.“

Die Emons Group erwirtschaftete laut eigenen Angaben 2009 einen Umsatz von 98 Millionen Euro. Zur Gruppe gehören 500 Lkw-Kombinationen. Für Logistikaufgaben stehen rund 110 000 Quadratmeter überdachte Lagerfläche zur Verfügung.

Erst vor wenigen Tagen gab das Unternehmen die Übernahme der Glassparte der in Konkurs gegangenen österreichischen Fachspedition Interliner bekannt. Die Aktivitäten werden unter dem Dach der Emons-Tochter Van Huët Glass Logistics BV weitergeführt. (eha)

 
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