MAN-Beschäftigte erwarten schwieriges Geschäftsjahr

19.01.2010 10:12 Uhr
MAN, Lastwagenbauer, LKW-Bauer, München, Schmiergeldaffäre
Die MAN-Beschäftigten rechnen mit einem schwierigen Jahr
© Foto: ddp/Lennart Preiss

Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung sollen Bestand haben / Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausweiten

München. Die Beschäftigten des Lastwagen- und Busherstellers MAN stellen sich nach den Auftragseinbrüchen für 2010 auf ein weiteres schwieriges Geschäftsjahr ein. Mit der Unternehmensführung sei man sich aber einig darüber, dass die Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung bei MAN Nutzfahrzeuge weiter Bestand haben sollten, teilte MAN-Konzernbetriebsratschef Jürgen Dorn am Montag nach einer Betriebsversammlung der Nutzfahrzeugtochter in München mit. Auch im schwierigen Marktumfeld wolle der Vorstand die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausweiten und das Unternehmen in aufstrebenden Märkten etablieren. Bei der Betriebsversammlung hatte der neue MAN-Chef Georg Pachta- Reyhofen seinen ersten großen Auftritt vor den Beschäftigten. Er hatte den Schweden Hakan Samuelsson an der Vorstandsspitze abgelöst, der als Konsequenz aus der Schmiergeld-Affäre bei MAN im November zurückgetreten war. Pachta-Reyhofen führt in Personalunion auch die wichtige Nutzfahrzeugsparte des Konzerns. Bei der Versammlung habe Pachta-Reyhofen auch klargestellt, dass er die Werke in Europa als Technologietreiber sehe, hieß es in der Mitteilung. Dabei habe er Befürchtungen um einen Produktwettbewerb der internationalen Standorte widersprochen. «Wir werden hier nicht locker lassen und das Know-How und die Beschäftigung in Europa langfristig absichern», erklärte der Gesamtbetriebsratschef von MAN Nutzfahrzeuge, Willi Dienstbier. Ein MAN-Sprecher wollte sich zu der internen Veranstaltung nicht äußern und verwies auf die Bilanz- Pressekonferenz des Unternehmens am 15. Februar. (dpa)

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