Frankfurt/Main. Die Lufthansa pocht weiterhin auf 41 Nachtflüge am Frankfurter Flughafen. Das Unternehmen halte an seiner Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau fest, der lediglich 17 Flüge vorsieht, erklärte ein Sprecher der größten deutschen Fluggesellschaft am Freitag auf Anfrage. Dass sich am Vortag der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Richtung von noch weniger Nachtflügen geäußert habe, ändere nichts an der Rechtsauffassung der Lufthansa, die jeden einzelnen gewünschten Nachtflug begründet habe. Der VGH in Kassel hatte am Donnerstag die Eilanträge von Anwohnern und Kommunen gegen den Bau einer vierten Piste am Frankfurter Flughafen abgewiesen. Das Gericht äußerte aber zugleich massive Zweifel, dass die in der Baugenehmigung vorgesehenen 17 Flüge zwischen 23.00 und 5.00 Uhr mit Lärmschutzvorschriften vereinbar sind. Der Lufthansa-Sprecher erläuterte, das Logistikkonzept der Fluggesellschaft basiere auf einer engen Verknüpfung der Fracht- und Passagiermaschinen miteinander. So würde rund die Hälfte der Gesamtfracht in den Passagiermaschinen transportiert, so dass folglich auch Umladungen möglich sein müssten. Dafür biete Frankfurt eine hervorragende Infrastruktur, welche die Lufthansa weiterhin nutzen wolle. Man erkenne das Schutzbedürfnis der Bevölkerung an und strebe daher einen vernünftigen Kompromiss an, sagte der Sprecher. Sollte die Entwicklung aber zu einem absoluten Nachtflugverbot gehen, könne das Geschäft der Lufthansa Cargo in Frankfurt nicht weiterhin im bisherigen Umfang betrieben werden. Dann wären tatsächlich tausende Arbeitsplätze in Frankfurt gefährdet. Die Lufthansa wolle aber kein Drohszenario aufbauen. (dpa)
Lufthansa will weiterhin 41 Nachtflüge in Frankfurt
Unternehmen hält an seiner Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Flughafens fest, der lediglich 17 Flüge vorsieht