Washington. Das Cargogeschäft in den Vereinigten Staaten hat die zwei Jahre andauernde Talfahrt offenbar überwunden und läuft derzeit auf Hochtouren. Nach den vom zuständigen Bundesamt Bureau of Transport Statistics (BOT) für das 1. Quartal 2010 vorgelegten Zahlen wuchs das Luftfrachtaufkommen um 22,1 Prozentpunkte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Herausragend waren die transatlantischen Transporte, die um 31,3 Prozent zulegen konnten.
Auf Nachfrage der Verkehrsrundschau bestätigten führende Vertreter der Fluggesellschaften Continental, Lufthansa Cargo und der Swiss eine hohe Auslastung ihrer Flüge mit Luftfrachtsendungen sowohl auf den Hin- als auch den Rückflügen zwischen Europa und den USA.
Für die Pazifikrouten meldet die Washingtoner BOT ein Plus von 25,8 Prozent. Überraschend robust, mit einem Zuwachs von knapp zehn Prozent, zeigte sich auch die ansonsten notorisch schwache inneramerikanische Frachtbeförderung. Analysten werten die Quartalszahlen als Beleg für den beginnenden ökonomischen Aufschwung der USA, denn die Luftfracht gilt traditionell als Frühindikator wirtschaftlicher Entwicklungen. (hs)