Lübecker Häfen rechnen mit schwierigem Jahr

27.01.2010 11:55 Uhr
Heinrich-Beckmann
LHG-Geschäftsführer Heinrich-Beckmann
© Foto: LHG

Geschäftsführer der Hafen-Gesellschaft kündigt Maßnahmen zur Kostensenkung an, etwa "Flexibilisierung der Arbeitszeit"

Lübeck. Die Lübecker Hafen-Gesellschaft hat 2009 einen starken Rückgang der Umschlagzahlen verbucht und rechnet nur mit einer langsamen Erholung. Trotz einer Steigerung der Umschlagzahlen im Dezember 2009 und erwarteten leichten Zuwächsen im laufenden Jahr werde man von den Umschlagzahlen und Steigerungsraten vergangener Jahre weit entfernt sein, sagte der Geschäftsführer der Hafen-Gesellschaft, Heinrich Beckmann, am Mittwoch gemäß einer Pressemitteilung. Danach sank 2009 der Umschlag im Gesamthafen im Vergleich zum Vorjahr um 17,1 Prozent auf 26,3 Millionen Tonnen. Betroffen waren sowohl die von der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) betriebenen als auch die privaten Häfen. An den Terminals der LHG wurden rund 24 Millionen Tonnen umgeschlagen, das entspricht einem Rückgang von 15 Prozent. Eine leichte Verbesserung gab es nach Angaben der LHG im letzten Quartal 2009. Im Dezember 2009 sei der Umschlag im Vergleich zu Dezember 2008 um sechs Prozent gestiegen, verglichen mit dem Boomjahr 2007 sei der Dezember-Umschlag 2008 jedoch um 23 Prozent zurückgegangen, heißt es in der Mitteilung. Betroffen waren alle Bereiche. Der Umschlag von begleiteten Lastwagen ging 2009 um sieben Prozent auf 394.000 Einheiten zurück, die Zahl der unbegleiteten Anhänger ging um ein Viertel auf 325.000 und die der Container um 15 Prozent auf 80.000 Einheiten zurück. Der Papierumschlag sank um knapp 18 Prozent auf rund drei Millionen Tonnen. Besonders drastisch war der Rückgang bei den Neuwagen. Hier ging der Umschlag um 59 Prozent auf 64.000 Fahrzeuge zurück. Die Zahl der abgefertigten Passagiere blieb dagegen mit 360.000 konstant. Für das Jahr 2010 kündigte Beckmann weitere Maßnahmen zur Kostensenkung, wie eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit an. Bereits im Vorjahr hatte die LHG mit Kurzarbeit und Entlassungen auf die Krise reagiert. (dpa)

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