10.03.2010 | Transport + Logistik

Logwin schreibt 2009 tiefrote Zahlen

Frankfurt/Main. Der luxemburgische Speditionskonzern Logwin wurde durch die Finanzkrise hart getroffen und hat das Jahr 2009 mit hohen Verlusten abgeschlossen. Inklusive der bereits 2009 und Anfang 2010 veräußerten Landverkehrsaktivitäten beläuft sich der Verlust auf knapp 83 Millionen Euro (2008: -101 Millionen Euro). In der am Mittwoch vorgelegten Bilanz werden die als „nicht fortgeführten Geschäftsbereiche“ bezeichneten Landverkehrsaktivitäten allerdings nicht mehr für die Berechnung des operativen Ergebnisses (Ebit) berücksichtigt. Ohne die Landverkehre erzielte Logwin ein operatives Ergebnis von 9,7 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1.1 Milliarden Euro, die sich auf die verbleibenden Geschäftsfelder Air + Ocean (Umsatz: 424 Mio. Euro) und Solutions (Umsatz: 690 Mio. Euro) verteilen.

Der Vorsitzende des Executive Committee (CEO) der Logwin AG, Berndt Michael Winter, erklärte zu dem eingeleiteten Strategiewechsel in Frankfurt: „Wir haben das Geschäftsfeld Road + Rail aufgegeben und konzentrieren uns künftig auf die beiden Bereiche Air + Ocean sowie Solutions.“ Der Firmenwert des Bereichs Landverkehre sei bereits im ersten Halbjahr 2009 vollständig abgeschrieben worden (minus 27,3 Millionen Euro). Ein Teil der Landverkehrsaktivitäten wurde dem Geschäftsbereich Solutions zugeordnet wo sie unter dem Titel „General Cargo“ vornehmlich in den Branchen Automotive und Maschinenbau fortgeführt werden. „Landverkehre muss man als integrierter Logistikkonzern nicht in Eigenregie durchführen“, sagte Winter und verwies auf strategische Partnerschaften beispielsweise mit LKW Augustin in Österreich wo Logwin als „Prefered Partner“ Kapazitäten einkaufen könne.

Als Ursache für die „deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgänge“ nannte Winter insbesondere Produktionskürzungen in der Automobilbranche, ein insgesamt stark verringertes Handelsvolumen und die sehr niedrigen Frachtraten. Für das Jahr 2010 geht Logwin von einer stabilen Umsatzentwicklung aus. Die Neuausrichtung und die Sparmaßnahmen würden sich „positiv auf die Ergebnislage auswirken“. (diwi)

 
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