Detroit. Im vergangenen Jahr belief sich die Anzahl der LKW-Fahrten auf den sechs wichtigsten Transitrouten zwischen den USA und Kanada auf insgesamt 6,54 Millionen Grenzquerungen. Das ist laut offiziellen Angaben beider Länder ein Verkehrsminus von knapp zehn Prozent im Vergleich zu 2007. Als Grund nennen Spediteure die spürbaren Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das Fuhrgewerbe, durch die sich die zwischen beiden Staaten bewegten Ladungsmengen seit Ende vergangenen Sommers drastisch reduziert haben. So brach der LKW-Verkehr an der wichtigsten Querung beider Länder, der Ambassador Bridge zwischen Detroit und Windsor im kanadischen Ontario, allein im Dezember um 17,9 Prozent ein. Derweil lenken immer mehr Reedereien ihre Linienschiffe von Häfen der kanadischen Pazifikküste vorsorglich nach Seattle oder Tacoma in den USA um. Anlass sind massive Streikankündigungen der Hafenarbeitergewerkschaft von British Columbia, die höhere Löhne und verbesserte Jobkonditionen von den Arbeitgebern verlangt. Ein baldiges Ende der bereits seit Mitte Dezember laufenden und von permanenten Streikdrohungen belasteten Gespräche ist derzeit nicht absehbar. (hs)
LKW-Transporte in Nordamerika stark rückläufig
Grenzverkehr zwischen USA und Kanada bricht um zehn Prozent ein / Reeder fürchten Streik in kanadischen Seehäfen