Leipzig. Die Stadt Leipzig sagt den Stinkern den Kampf an und führt eine Umweltzone ein. Vom 1. Januar 2011 an dürfen innerhalb des Autobahnringes nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette fahren, teilte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) am Dienstag mit. Damit ist fast das gesamte Stadtgebiet betroffen. Die Umweltzone ist Teil des aktualisierten Luftreinhalteplanes der Stadt. Er enthält insgesamt 40 Maßnahmen. Zwar habe sich die Situation in Leipzig in den vergangenen Jahren verbessert. Grenzwerte, etwa bei Feinstaub, würden aber weiterhin über die erlaubten 35 Tage hinaus überschritten. Nach den Angaben des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie wurden etwa die Grenzwerte für Feinstaubbelastungen am Messpunkt Lützener Straße seit Jahresbeginn bereits an 40 Tagen überschritten. Laut Rosenthal gibt es keine Alternative zur Umweltzone. „Wir müssen eine Umweltzone einrichten, weil alle anderen Maßnahmen nicht zum Erfolg geführt haben.“ Nach Hochrechnungen könnten 2011 etwa sechs Prozent der Autos und 44 Prozent der Lastkraftwagen von einem Einfahrtverbot betroffen sein. Es sei aber davon auszugehen, dass etliche Fahrzeuge nachgerüstet werden könnten. In Sachsen ist Leipzig nach Dresden die zweite Stadt mit Umweltzone. In Dresden soll sie von 2010 an gelten. Deutschlandweit gibt es 32 Umweltzonen. Weitere sieben sind zum 1. Januar 2010 geplant. (dpa)
Leipzig führt Umweltzone ein
Sächsische Messestadt sagt Fahrzeugen mit hoher CO2-Emission den Kampf an/44 Prozent der LKW könnten von dem Einfahrverbot betroffen sein