13.08.2009 | Transport + Logistik
Kögel kann nach Insolvenzantrag weitermachen
Neu-Ulm/Burtenbach. Der Nutzfahrzeughersteller Kögel kann nach dem Insolvenzantrag weitermachen. Die Finanzierung im Insolvenzantragsverfahren sei gesichert, bestätigte der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am heutigen Donnerstag in Neu-Ulm. Die Banken hätten Zusagen zu einem Darlehen gemacht und der Betriebsfortführung zugestimmt.
Einen Abbau von Arbeitsplätzen werde man nicht verhindern können, sagte Geiwitz. Von der Pleite sind rund 1150 Mitarbeiter betroffen, davon rund 830 in Deutschland. Über den Umfang des Jobabbaus könnten zur Zeit keine Angaben gemacht werden, aktuell seien aber keine Kündigungen vorgesehen. Kögel hatte Anfang August Insolvenz angemeldet, nachdem der Markt für LKW- Anhänger in den vergangenen zwölf Monaten um 90 Prozent zurückgegangen war.
Geiwitz zeigte sich überzeugt, Kögel erhalten zu können. Bis Mitte 2008 produzierte das Unternehmen noch annähernd 24.000 Trailer jährlich und erzielte zwischen Juli 2007 und Juni 2008 einen Umsatz von rund 540 Millionen Euro. Für dieses Jahr rechnet Kögel nur mit einem Absatz von etwa 1500 bis 2000 Fahrzeugen und einem Umsatz von rund 50 Millionen Euro. (dpa/sv)
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