Burtenbach. Mit Kurzarbeit und Einstellungsstopp will Kögel Fahrzeugwerke einem drastischen Auftragsrückgang begegnen. „Wir wollen die Strukturen und die Arbeitsplätze für die Zeit nach dem konjunkturellen Tief erhalten“, erklärte Alexander Tietje, Vorsitzender der Kögel-Geschäftsführung, am vergangenen Mittwoch. Laut einer Pressemitteilung haben sich Betriebsrat und Geschäftsführung auf ein umfassendes Paket zur Kostensenkung verständigt. Neben den Maßnahmen in der Belegschaft gehöre dazu auch der Verzicht der Geschäftsführer auf bis zu 30 Prozent ihrer Bezüge. Hintergrund der beschlossenen Kürzungen sind die dramatischen Auftragseinbrüche bei den Nutzfahrzeugbauern. Nach einer Statistik des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) sind die Auftragseingänge aller Trailerhersteller in den vergangenen vier Monaten um rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Kögel hatte bereits im Juli die Produktionskapazitäten zurückgefahren und seit Anfang August die Bestände fertiger Fahrzeuge um 25 Prozent verringert. Für das kommende Jahr rechnet das Unternehmen mit einer Auslastung auf dem Niveau von 2006. (gh)
Kögel beschließt Sparmaßnahmen
Trailerhersteller will mit umfangreichem Kostensenkungspaket auf Auftragseinbrüche reagieren und zugleich Arbeitsplätze erhalten