27.05.2008 |

ITF-Generalsekretär hofft auf neue Impulse

Leipzig. Der Chef des Weltverkehrsforums (ITF), Jack Short, erwartet vom ersten Weltverkehrsgipfel in dieser Woche in Leipzig neue Impulse für Strategien gegen die drohende Klimakatastrophe. Für verbindliche Beschlüsse zur Reduzierung der Emissionen und zu Klimaschutzzielen des Verkehrssektors sei die dreitägige Konferenz aber nicht der geeignete Ort, sagte Short in einem Gespräch mit der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa). Dazu seien die Voraussetzungen in den einzelnen Ländern zu unterschiedlich. „Aber wir wollen gemeinsame Prinzipien festlegen, wie wir mit dem Problem fertig werden“, sagte Short.

Von Mittwoch bis Freitag beraten Verkehrsminister, Wirtschaftsvertreter und Wissenschaftler aus über 50 Staaten beim „International Transport Forum“ in Leipzig über Schwerpunktthemen wie moderne Technologien aber auch politische Lösungen wie etwa fiskalische Maßnahmen oder verbesserte Mobilitäts- und Logistikkonzepte. Das Weltverkehrsforum soll es künftig jährlich in Leipzig geben. Das globale Treffen ist Nachfolger der Europäischen Verkehrsministerkonferenz.

Die Leipziger Konferenz sei ein erster Schritt, um auf hochrangiger Ebene über Lösungen zu beraten. „Wir wollen eine Annäherung der Standards erreichen“, erklärte Short. „Unser Ziel ist es, dass künftig bei allen verkehrspolitischen Entscheidungen der Klimaschutz mitbedacht wird.“ Er hoffe, dass es in ein paar Jahren verbindliche Klimaschutzziele für den Verkehr geben werde. „Das aber wird extrem schwierig.“ Derzeit sei etwa eine Einbeziehung des internationalen Flugverkehrs in den Handel mit Verschmutzungsrechten sowie eine Besteuerung von Kerosin kaum durchsetzbar.

Trotzdem sei die Leipziger Konferenz ein wichtiger Fortschritt und ein Beginn für weitere Verhandlungen. Erstmals würden Vertreter aus allen Bereichen des Verkehrswesens - von der Autoindustrie über die Bahnbranche bis zum Flug- und Schiffsverkehr - zusammengebracht. (dpa)

 
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