Ein guter Kollege ist Gold wert

Das Funkgerät knarzt. "Achtung, Hindernis, rechts steht ein LKW", meldet Stefan, der Fahrer des Schwerlasttransporters vor ihm. Ellenson hat keine Chance zu erkennen, was sich weiter vorne auf der Straße abspielt. Mit vier Metern Höhe, 21,50 Metern Überlänge und 3,75 Metern Überbreite, ist der Laster vor ihm einfach zu breit. Fast zu breit, um auf der nassen, schmalen Landstraße an dem Pannenfahrzeug vorbei zu kommen. Kurz darauf erreicht der kleine Konvoi eine Kreuzung. Das voran fahrende Polizeifahrzeug hat den Verkehr gestoppt und die Schwerlasttransporte können in Ruhe auf die große Eisenbahnbrücke abbiegen. Heinz, der Fahrer im folgenden Begleitfahrzeug, lotst Ellenson über Funk, sagt ihm, ob er sich mehr rechts oder links halten soll, um gefahrlos um die Kurve zu kommen. "Ein guter Kollege ist Gold wert", sagt Ellenson, dem ein Blick in den Rückspiegel nur teilweise etwas nützt. Fahren im Konvoi ist Teamarbeit, daher sind die Kollegen in den Begleitfahrzeugen oft ehemalige Fahrer von Schwertransportern. Sie können die Situation gut einschätzen, wissen, worauf es ankommt. Als der erste Transporter zwei Drittel der Brücke überquert hat, gibt Fahrer Stefan Knopp Bescheid. "Warte auf mich, sonst finde ich den Weg nicht", bittet Ellenson und tastet sich mit 20 Stundenkilometern auf die Brücke.

Bevor Ellenson heute das Krauss-Maffei Wegmann-Gelände erreichte, hat er an der A 9 Autobahntankstelle Fürholzen noch schnell seinen 600 Liter Tank gefüllt. In einer flachen schwarzen Börse hat Ellenson stets griffbereit die DKV Card verstaut. "Ich zahle den Sprit immer mit der Karte", erzählt Ellenson, "denn der DKV ist ja überall vertreten." Die Spedition Susenburger in Kisselbach, die auf Spezialtransporte spezialisiert ist, arbeitet seit 1988 mit dem DKV zusammen. "Alle meine 22 Fahrer sind mit Spezialtransportern unterwegs und benutzen ausschließlich die DKV Karte", berichtet Geschäftsführer Rudolf Susenburger, der auch die Großkunden der Spedition betreut. "Abgerechnet wird alle zwei Wochen", erläutert der Chef, "am 15. und am per Ultimo jeden Monats."

Normalerweise reicht Werner Ellenson eine Tankfüllung für eine Nachtschicht von 22.00 bis 6.00 Uhr, also für rund 400 bis 500 Kilometer. "Der Verbrauch liegt bei 60 bis 65 Litern, geht es bergauf bei 80 bis 90 Litern", weiß Ellenson. Braucht er auf längeren Fahrten, wenn er mal zwei oder drei Wochen im Stück unterwegs ist, für sein Fahrzeug Öl, Frostschutzmittel oder Flüssigkeiten für die Scheibenwaschanlage zahlt er ebenfalls mit der DKV Card an den Autobahntankstellen – europaweit. Wenn Maut anfällt, etwa in Holland und Belgien ein Tagesticket gelöst werden muss, zuckt Ellenson ebenfalls die DKV Card. "In Frankreich kann ich damit an den Autobahn-Mautstationen zahlen, aber nur bei Leerfahrten", erläutert der Fahrer, denn Lastfahrten müssen – meist unter Polizeischutz – auf den Nationalstraßen fahren. In Österreich und in Polen verwendet Ellenson gleichermaßen die Karte als Zahlungsmittel, wie im mautpflichtigen Tunnel von Antwerpen oder bei so manchem kostenpflichtigen Alpenpass. Eine möglichst große Zahl an Tankstellen, welche die Karte akzeptieren ist unerlässlich, da er mit seinem Schwertransport nicht einfach auf die Suche nach einer passenden Tankmöglichkeit gehen kann. "Wir arbeiten hier alle unter Zeitdruck und da ich als Schwerlasttransporter die vorgeschriebene Strecke niemals verlassen darf – nicht einmal bei einer Vollsperrung der Autobahn – , bin ich gezwungen an Autobahnraststätten zu tanken", sagt Ellenson, "und da ich je nach Bundesland nur von 22.00 bis 6.00 Uhr fahren darf – muss es schnell und reibungslos gehen." Ein weiteres Plus für die DKV Card: Die Diesel-Servicestationen zeichnen sich durch entsprechende Dachhöhe, breite Fahrspuren, große Parkplätze, Gastronomie und Waschgelegenheiten aus.
"Heinz, schau’ mal hinten links", fragt Ellenson über Funk, als er eine Engstelle passiert. "Du bist durch", lautet die Antwort aus dem Begleitfahrzeug. In der Führerkanzel ist ständig etwas los und der Regen prasselt weiter.

 

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