Das kostet Ihr Fuhrpark

Lernen Sie das 1x1 der Fahrzeugkostenrechnung.

Sie wollen endlich wissen, wasas Ihr Lkw pro Tag, pro Stunde und je Kilometer kostet? Dann füllen Sie unsere Tabelle "Musterkalkulation" aus. Mit dem Tabellenkalkulationsprogramm Excel geht es noch schneller. Die meisten Daten für diese Vorkalkulation auf Selbstkostenbasis haben Sie schon in Ihrer Buchhaltung erfasst. Ein Datenblatt zur Fahrzeug- Selbstkostenberechnung steht unten auf dieser Seite zum kostenlosen Herunterladen bereit!



Und so geht's:

Schritt 1 – Technische Daten
Diese können Sie dem Fahrzeugschein entnehmen.

Schritt 2 – Einsatz- und Leistungsdaten
Hier geht es nicht um Durchschnittswerte, sondern um möglichst exakte Erfahrungswerte für die Vorkalkulation.

Schritt 3 – Basisdaten:
Kaufpreis: Tragen Sie den tatsächlich gezahlten Kaufpreis ein, nach Abzug von Rabatten und Skonti ohne Mehrwertsteuer.
Restwert: Den voraussichtlichen Wiederverkaufserlös können Sie anhand Ihrer Erfahrungen schätzen, bei Ihrem Händler erfragen oder anhand der Schwacke-Liste ermitteln.
Zinssatz: Den kennen Sie, wenn der Hersteller, Händler oder Ihre Bank den Kauf finanziert hat. Sind Eigenmittel im Spiel, setzen Sie dafür einen kalkulatorischen Zins in Höhe des üblichen Zinses für Bankkredite an.
Kraftstoffverbrauch: Den sollten Sie aus Ihrer Kostenrechnung kennen.
Kraftstoffpreis: Der aktuelle Einkaufspreis steht an der Zapfsäule. Tanken die Fahrzeuge an der betriebseigenen und an fremden Zapfsäulen, müssen die jeweiligen Preise berücksichtigt werden.
Reifenpreis: Laut Rechnung.

Schritt 4 – Fixkosten
Die festen Kosten bleiben zumindest einige Zeit konstant. Sie verändern sich aber bei unterschiedlichen Kilometerleistungen oder Einsatzstunden.
Kalkulatorische Abschreibung: Die ist nicht mit der steuerlichen AfA (Absetzung für Abnutzung) zu verwechseln, sondern sie spiegelt den tatsächlichen Wertverlust über die Nutzungsdauer wider. Da der nächste LKW teurer wird, muss die Abschreibung vom Wiederbeschaffungswert ausgehen. Bei Miete oder Leasing setzen Sie die Mietkosten ein.
Zinskosten: Zinsen, die für die Finanzierung des Fahrzeuges an die Haus- oder Händlerbank zu zahlen sind. Alternativ: Die kalkulatorische Verzinsung Ihres Eigenkapitals, wenn Sie das Fahrzeug bar bezahlt haben.
Kraftfahrzeugsteuer, Haftpflicht- und Kaskoversicherung: Diese Beträge liefert die Buchhaltung.
Garage: Wenn das Fahrzeug in einer eigenen Garage oder auf Ihrem Betriebshof abgestellt wird, entspricht die kalkulatorische Miete der ortsüblichen Miete.
Feste Kosten pro Jahr (Zeile 4.7): Einfach die Kosten der Zeilen 4.1 bis 4.6 addieren und in den Zeilen 4.8 und 4.9 durch die Einsatztage pro Jahr (Zeile 2.4) bzw. Einsatzstunden (2.5) dividieren.
So erhalten Sie die für Ihre Vorkalkulation wichtigen festen Fahrzeugkosten pro Tag (Zeile 4.8) beziehungsweise pro Stunde (Zeile 4.9).


 

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