Frachtführer in der Klemme
Freitag, den 14. Dezember 2007Liebe Leser,
Transportpreise sind derzeit das Thema im Transportgewerbe. Auslöser dafür sind die steigenden Kosten. Den Logistikdienstleistern regnet es dabei gleich von mehreren Seiten nass rein: Aufgrund der neuen Arbeitszeitregelungen im Straßengüterverkehr müssen die Unternehmen mehr Fahrer einstellen. Angesichts des leergefegten Arbeitsmarktes für LKW-Fahrer ein schwieriges Unterfangen.
Also bilden die Unternehmen stärker als bislang selbst aus oder sind gezwungen, höhere Löhne zu zahlen. Beides erhöht die Personalkosten. Dazu kommen die steigenden Preise für Dieselkraftstoffe, höhere Aufwendungen bei Versicherungen und in der Ladungssicherung, etc. Viele Fuhrunternehmen drohen in eine gefährliche Schieflage zu geraten. Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (Amö) berichtet heute, dass der Kostenanstieg für seine Unternehmen sich in der Größenordnung von 16 Prozent bis hin zu 30 Prozent bewegt. Den Unternehmen bleibt also gar nichts anderes übrig, als ihre Preise entsprechend anzupassen.
Aber sind Preisverhandlungen mit dem Verlader ein erfolgversprechender Ausweg? Wie sind Ihre Erfahrungen: Gehen Ihre Auftraggeber auf Ihre Forderungen ein? Was, wenn die Verlader nicht zu Zugeständnissen bereit sind? Sind dann ganz andere Maßnahmen notwendig? Siehe Italien: Dort haben die Frachtführer mit Ihrem Streik unter anderem erreicht, dass die Regierung den Unternehmen 30 Millionen Euro für die Erstattung der Mautgebühren in Aussicht gestellt hat. Ist also ein Streik wirklich eine Alternative?
Schreiben Sie uns und bloggen sie mit. Wir sind gespannt auf Ihre Antworten.
Michael Cordes
