IATA empört über europäische Überflugsteuer in der Krise

08.12.2009 08:37 Uhr
Cockpit
34 europäische Staaten wollen Gebühren verlangen, wenn sie überflogen werden
© Foto: Sascha Schuermann

Geplante Überflugsteuer 34 europäischer Staaten könnte 240 Millionen Euro kosten / Einsparungen durch Einfrieren der Navigationsgebühren würden zunichte gemacht

Montréal. Die Entscheidung, eine Überflugsteuer für 34 europäische Staaten einzuführen, könnte über 360 Millionen US-Dollar (fast 240 Millionen Euro) kosten. Zudem könnte sie laut der International Air Transport Association (Iata) alle Einsparungen zerstören, die durch eine kürzliche Entscheidung von 15 Staaten die Navigationsgebühren einzufrieren, entstehen würden. „Ich lobe die 15 Staaten, die sich dafür entschieden haben, die Gebühren für ihre Luftfahrt-Navigation zu senken oder einzufrieren“, sagte der Generaldirektor der Iata Giovanni Bisignani. „Doch diese Einsparungen würden durch die außer Kontrolle geratenen und komplett von der Realität getrennten Monopolisten ausgelöscht werden.“ Bisignani drückte seinen Ärger über Regierungspläne für eine Erhöhung inmitten einer beispielslosen Industriekrise aus. Der Einfluss der 2,7-prozentigen Steigerung ist gleichbedeutend mit zusätzlichen 239 Millionen Euro an Kosten für die Fluglinien. Das sei inakzeptabel. Die vorgeschlagene Tariferhöhung wurde aufgrund einer Verkehrsprognose für 2010 von 6,3 Prozent Zuwachs auf einer Sitzung des Eurocontrol Enlarged Committee for Route Charges getroffen. An ihr nahmen Fluglinien und Staaten (ANSP) teil, die die Luftfahrtnavigations-Einrichtungen bereitstellen. „Um zu überleben, müssen wir die Kosten beschneiden. Diese Bürde muss entlang der Wertschöpfungskette eingeschlossen der ANSP-Partner aufgeteilt werden“, sagte Bisignani. „Die inakzeptablen und nicht mit der Realität verbundenen Vorschläge von 19 Eurocontrol-Staaten und Ihren ANSPs zeigt zweifellos, dass wir sofort ein robustes Performanz-Rahmenwerk unter den „Single European Sky“-Bestimmungen schaffen müssen. Portugal, Griechenland, Kroatien, Moldavien, Malta, Bulgarien und Finnland stimmten einer Reduzierung der Tarife zu, während acht Staaten eingeschlossen Belgien, die frühere jugoslawische Republik Mazedonien, Cypern, Norwegen, Spanien, die Schweiz, Slovenien und Slovakien die Tarife auf dem Niveau von 2009 beibehalten wollen. (rup)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Lagerist (m/w/d)

Sehnde bei Hannover

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.