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HHLA Intermodal

Ein Netz von Terminals für den Containerumschlag im Binnenland soll die Seehäfen entlasten und mehr Verkehr auf die Schiene bringen

Wirtschaft & Logistik

HHLA und Eurogate expandieren ins Binnenland

Hamburg. Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und der Eurogate-Konzern wollen in Deutschland gemeinsam ein Netz von Terminals für den Containerumschlag im Binnenland aufbauen. Für dieses Vorhaben hat das Bundeskartellamt grünes Licht gegeben, gaben beide Unternehmen am Montag bekannt. In der Startphase habe das Joint-Venture die Aufgabe, Terminalkonzepte zu entwickeln, Standortkonzeptionen zu prüfen, Anlagen mit integrierten Depots zu bauen und gegebenenfalls zu vermarkten. Ziel sei es, die Rahmenbedingungen für maritime Transport- und Logistikketten im Hinterland der deutschen Seehäfen nachhaltig zu verbessern, hieß es. An dem Joint-Venture halten die Hinterlandgesellschaften HHLA Intermodal sowie die Eurogate Intermodal jeweils 50 Prozent.

„Der Seehafen rückt näher zum Endkunden“, sagte Emanuel Schiffer, Vorsitzender der Eurogate-Gruppengeschäftsführung. „Die Transportketten werden planbarer und zuverlässiger. Planbarkeit und Zuverlässigkeit sind Faktoren, die sich günstig auf die Transportkosten der Kunden unserer Hinterland-Terminals auswirken werden.“

Während bisherige Hinterland-Terminals vor allem auf die Bedürfnisse der kontinentalen Verkehre ausgerichtet sind, sollen die neuen Hinterlandterminals insbesondere für die Anforderungen des wachsenden Aufkommens im Containerverkehr in globalen Transportketten ausgelegt sein. Mit integrierten Depots bieten die Anlagen zudem Lagerkapazitäten in unmittelbarer Nähe zu den Zielmärkten. „Wir bauen im Hinterland modernste Terminals, mit denen sich hohe Containermengen noch besser bündeln lassen“, sagte Sebastian Jürgens, HHLA-Vorstand für die Segmente Intermodal und Logistik. „Nur so erhöhen wir die Chancen für weitere Verlagerungen von der Straße zur Schiene.“

Ziel sei es durch eine höhere Qualität und Leistungsfähigkeit der Hinterlandterminals für den künftigen Mengenwachstum gerüstet zu sein und dadurch starke Anreize für die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zu bieten. „Weil wir mit unseren neuen Terminals im Hinterland Energie, Emissionen und Flächenverbrauch einsparen, leisten wir einen wesentlichen Beitrag für einen umweltverträglichen Güterverkehr“, sagte HHLA-Vorstandsmitglied Jürgens. (sb)

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