26.03.2010 |

Hannover sieht keine Alternative zur Umweltzone

Hannover. Im Streit um die Umweltzone in Hannover sieht Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) das Umweltministerium in der Defensive. Bislang habe das Ministerium keine praktikable Alternative zur Verringerung der Luftverschmutzung in der Landeshauptstadt präsentieren können, sagte Weil am Freitag. Die Grenzwerte für das gesundheitsgefährdende Stickstoffdioxid seien zu hoch und müssten gesenkt werden. „Ohne Umweltzone wird das noch schwieriger.“

Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hatte die Einschränkungen für abgasreiche Autos zum Jahreswechsel teils aufheben wollen und vor Gericht eine Niederlage erlitten. Seit Anfang März dürfen nun nur noch Autos mit grüner Plakette in das Zentrum von Hannover hereinfahren. Bei Verstößen drohen aber bis Ende Mai keine Bußgelder, sondern nur Ermahnungen. Stadt und Land diskutieren dennoch weiter über Wege zur Klimaverbesserung, wobei prinzipiell auch Lösungen ohne Umweltzone zur Debatte stehen.

Die Zahl der Plakettensünder bewege sich auf moderatem Niveau, sagte Weil am Freitag. Fünf Prozent der von den Politessen erfassten Verstöße betreffe die Umweltzone. Die Stadt halte an ihrem Luftreinhalteplan fest, der neben der Umweltzone auch eine weitere Optimierung der Ampelschaltungen für einen zügigen Verkehrsfluss beinhaltet. (dpa)

 
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26.03.2010Artikelinformationen

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(Foto: Weil/Frank Ossenbrink)

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