Hamburg. Die Tage des Hamburger Freihafens sind gezählt. Bis Ende dieses Jahres wird der Hamburger Senat entscheiden, ob es eine vollständige Abschaffung der Freizone oder eine Verringerung auf einen Kern geben wird. Die Frage, „ob“ es weiterhin einen Freihafen geben soll, sei aber „politisch entschieden“, sagte Hamburgs Hafen – und Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) am Mittwoch der VerkehrsRundschau am Rande der der Eröffnung der neuen Deutschland-Zentrale der japanischen Reederei in der Hamburger Hafencity. Gedaschko betonte die Entschlossenheit des Senates an einer Lösung, die die Interessen möglichst vieler Unternehmer berücksichtigen solle, die in der Freihafengrenze ansässig sind. Das sind derzeit rund 550 Betriebe. Bei der faktischen Umsetzung der Freihafen-Entscheidung müsse sich der Hamburger Senat allerdings nach dem Bund richten. Der Senator: „Wir brauchen eine entsprechende Bundesgesetzgebung, weil Zollfragen beim Bund liegen.“ Auch beim Thema „Mittlerer Freihafen“ will Gedaschko noch in diesem Jahr Fakten schaffen Der Senator wörtlich: „Wie auch bei der Freizone wollen wir hier eine Lösung haben. Das Thema ist schon lange genug bewegt worden.“ (eha)
Hamburger Freihafen: Das Ende ist absehbar
Hafensenator Axel Gedaschko bestätigt klaren Ausstiegs-Fahrplan / Hamburger Senat entscheidet bis Ende des Jahres über Abschaffung der Freizone