Hamburg Süd: Flottenausbau läuft wie geplant

10.12.2008 17:51 Uhr
Hamburg Süd
Hamburg Süd plant einen Einstellungsstopp (Bild: Arndt)
© Foto: Arndt

Reederei rechnet mit einer „tiefen Delle“ in der Welthandelsschifffahrt für die kommenden 18 Monate

Hamburg. Keinen Stellenabbau und - bis auf wenige Ausnahmen - auch keine Neueinstellungen. Mit dieser und weiterer Maßnahmen will die zum Oetker-Konzern gehörende Reederei Hamburg Süd die kommenden Monate meistern. Das stellte Klaus Meves, Sprecher der Geschäftsführung von Deutschlands größter Privatreederei in einem Interview mit der Tageszeitung „Hamburger Abendblatt“ in Aussicht. Meves, seit 1995 in diesem Amt, wird zum Jahresende das Traditionsunternehmen verlassen und in den Ruhestand gehen. Unangetastet bleibt Flottenausbauprogramm der Reederei, die sowohl in der Containerlinienschifffahrt als auch in der Trampfahrt ist. Alle derzeit bestellten 17 Schiffe würden gebaut, betonte Meves. Die Frachter, darunter auch Containerschiffe mit 7100 Standardcontainer (TEU) Stellplatzkapazität, würden benötigt, „um unsere Kostensituation optimal zu gestalten und künftig zu 60 Prozent eigene und nur zu 40 Prozent gecharterte Tonnage einzusetzen“. Die Neubestellungen würden bis 2011 ausgeliefert, darunter ein Frachter, der noch in diesem Jahr zur Hamburg Süd – Flotte stoßen wird. Für die Reederei-Gruppe, bei der rund 4700 Mitarbeiter weltweit tätig sind, stellte Meves für 2008 einen Umsatz in der Größenordnung von 4,3 bis 4,4 Milliarden Euro in Aussicht (2007: 3,6 Milliarden Euro). Das Containeraufkommen werde sich bei gut 2,75 Millionen TEU einpendeln (2007: 2,14 Millionen TEU). Für das kommenden Jahre habe sich die Reederei ein großes Ziel gesetzt: „Dass wir das Niveau von 2008 halten können.“ Für die kommenden 18 Monate rechnet der Schifffahrtsexperte „mit einer tiefen Delle“ in der globalen Handelsschifffahrt. Der Nachfolger von Klaus Meves steht bereits seit längerem fest: Ottmar Gast, seit 1994 bei Hamburg Süd in der Geschäftsführung, wird das Ruder übernehmen. (eha)

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