21.07.2010 |

Hafen Lübeck: Folgen des Krisenjahres langsam überwunden

Lübeck. Der Lübecker Hafen fasst wieder Tritt. Deutschlands umschlagstärkster Ostseehafen sei „auf gutem Wege, die massiven Auswirkungen der Wirtschafskrise langsam zu überwinden", kommentierte die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) am Mittwoch die Halbjahreszahlen.

Zwischen Januar und Juni gingen rund 13,5 Millionen Tonnen über die Kaikanten, nach 13,1 Millionen Tonnen in den ersten sechs Monaten 2009 (plus 3,2 Prozent). Bemerkenswerte Zuwächse gab es vor allem bei Containern, aber auch bei Papier, einer der zentralen Säulen des Seegüterverkehrs in Lübeck. Auf die Anlagen der LHG entfielen im Berichtszeitraum 12,5 Millionen Tonnen (plus vier Prozent).

Das Mengenplus hätte möglicherweise noch deutlicher ausfallen können, wenn die ersten drei Monate des neuen Umschlagjahres nicht nur durch den außergewöhnlich harten Winter, aber auch durch den langen Streik in den finnischen Seehäfen belastet worden wären. Aus diesem Grund lag Umschlagergebnis im ersten Quartal sogar noch unter dem des schlechten ersten Quartals 2009. Die nachhaltige Belebung des Seegüterumschlags vollzog sich ab April.

Der Trailer- und LKW-Umschlag auf den LHG – Terminals belief sich in den ersten sechs Monaten auf 361.000 Einheiten, eine Menge, die "exakt auf dem Niveau des Vorjahres liegt". Einen Sprung nach vorn machte der Hafen beim Containerumschlag. Die Boxenmenge stieg im aktuellen Berichtszeitraum um rund zehn Prozent auf 43.000 Einheiten (64.500 TEU). Das Papieraufkommen verbesserte sich um 16 Prozent auf 1,65 Millionen Tonnen. Erfreulich verlief auch die Entwicklung beim Neufahrzeugverkehr, der im Krisenjahr 2009 erheblich unter Druck stand: 40 Prozent mehr Fahrzeuge wurden beim Im- und Export umgeschlagen. In absoluten Zahlen waren das 42.000 Einheiten. (eha) 

 
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