18.12.2008 |

Hafen Hamburg: Senat macht Geld locker für den ConChecker

Hamburg. Die LKW-Abfertigung an den Zolldurchlässen des Hamburger Hafens wird vom kommenden Jahr an deutlich beschleunigt erfolgen. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz von so genannten „ConCheckern“. Dabei handelt es sich um nicht zum Zoll gehörende, ihm jedoch fachlich unterstellte Mitarbeiter, deren alleinige Aufgabe darin besteht, Leercontainer bei der Zollbeschau zu öffnen und auch wieder zu schließen. Rund 30 dieser Unterstützungskräfte sollen im Rahmen des „Sonderkonjunkturprogramms“ des Hamburger Senats eingestellt werden. Hamburgs Hafen- und Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) stellte das Programm am Donnerstag in der Hansestadt vor.

Das Projekt „ConChecker“ geht auf eine Idee der 2006 gegründeten Logistik-Initiative Hamburg (LIHH) zurück. Sie hatte festgestellt, dass die Abläufe an den Zolldurchlässen im Hamburger Freihafen wirksam beschleunigt werden können, wenn der LKW-Fahrer das Führerhaus nicht mehr verlassen muss, um den Container – und zwar nur bei Leercontainern – auf Weisung des Zollbeamten zu öffnen. 2007 fand dann der mehrmonatige Versuch statt – mit großem Erfolg. Der Feldversuch war allerdings auf das Zollamt Waltershof beschränkt, das in Nachbarschaft zu den großen Containerterminals liegt. Nach Abschluss der Versuchsphase ging es darum, die die Frage der Finanzierung für die „ConChecker“ zu lösen. Das ist jetzt im Rahmen des Sonderkonjunkturprogramms sichergestellt. Neben dem Hamburger Senat werden sich an der Finanzierung auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie die Hafenwirtschaft beteiligen. Damit ist der „ConChecker“ ein klassisches „Public-Private-Partnership“-Projekt. Bei den Mitarbeitern handelt es sich in der Regel um Mitarbeiter, die zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen gehörten.

Hans Stapelfeldt, Leiter des Arbeitskreises Verkehr innerhalb der LIHH und geistiger Vater des „ConCheckers“, freute sich gegenüber der VerkehrsRundschau, dass „das Baby ‚ConChecker‘ nach dem erfolgreichen Versuch jetzt weiterlaufen kann“. Dass der Senat sogar 30 Stellen bezuschussen wolle, mache es möglich, „dass wir diese Kräfte auf alle Zolldurchlässe im Hamburger Hafen verteilen können“. Stapelfeldt: „Diese Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Abläufe im Hamburger Hafen zu beschleunigen.“

Allerdings dürfte der Einsatzzeitraum der „ConChecker“ überschaubar sein. Denn erst kürzlich hatte der Hamburger Senat beschlossen, dass die Freizone im Hamburger Hafen ab 2011 auf einen Kern verkleinert wird. Damit wird dann die Masse der Zolldurchlässe wegfallen. (eha)

 
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