Hamburg. Eines der wichtigsten Infrastrukturbauwerke des Hamburger Hafens in der neuen Dekade wird heute in Angriff genommen: der Bau der Rethe-Klappbrücke am Südrand des Hamburger Freihafens im Industrie – und Gewerbegebiet „Hohe Schaar“. Einmal fertiggestellt, wird sie eine der größten Klappbrücken der Welt sein. Der Maßnahme gingen monatelange Vorarbeiten voran, darunter auch eine umfangreiche Kampfmittelsondierung. Denn die Mitte der 1930-er Jahre gebaute Rethehubbrücke war während des Zweiten Weltkrieges wiederholt das Ziel von Bombenangriffen. Im Zuge der Vorbereitungen wurde bereits ein gefährlicher Bombenblindgänger entdeckt und entschärft. n einem ersten Schritt wird jetzt die Straßenführung „Blumensand“ - auf dem Südufer gelegen – neu gebaut. Die Kosten für diese Teilmaßnahme betragen 8,5 Millionen Euro. Bislang müssen sich die Eisenbahn und der Straßenverkehr die Rethe-Querung teilen, was immer wieder zu Wartezeiten führt. Für den Bau der künftigen Klappbrücke läuft das Vergabeverfahren noch. Die reine Bauzeit der neuen Doppelklappbrücke wird auf drei Jahre veranschlagt. Die Baukosten sollen sich auf rund 80 Millionen Euro belaufen. Nach ihrer Fertigstellung und umfangreichen Funktionsprüfung soll die alte Hubbrücke abgerissen werden. Das soll nach dem aktuellen Zeitplan ab 2013 erfolgen. Im Zuge der Baumaßnahmen wird auch die Fahrrinnne im Bereich der Rethe deutlich verbreitert. Die Bauarbeiten stehen unter einem gewissen Zeitdruck. So soll ab 2013 auch der Freihafen-Status aufgehoben werden. Die heutige Rethe-Hubbrücke stellt eine wichtigsten Zufahrten aus dem Süden in den Hamburger Hafen dar. (eha)
Hafen Hamburg: Bau der Rethe-Klappbrücke beginnt
Bis spätestens 2013 soll das neue Gesamtbauwerk stehen – Kosten werden mit rund 80 Millionen Euro veranschlagt