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05.01.2016Transport + Logistik │ Ausland

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premiumHafen Antwerpen will mit Rotterdam kooperieren

Der Chef der Antwerpener Hafenverwaltung möchte durch die Zusammenarbeit die Anbindung beider Häfen bis nach Mittel- und Osteuropa verbessern, um gegen die chinesische Konkurrenz bestehen zu können.
Hafen Antwerpen

Der Hafen in Antwerpen strebt eine Kooperation mit Rotterdam an

Foto: Antwerp Port Authority

Antwerpen. Die Leitung des Hafens von Antwerpen möchte mit dem Hafen Rotterdam zusammenarbeiten, um die Anbindungen an das Hinterland bis nach Mittel- und Osteuropa hinein zu verbessern. Die Zusammenarbeit der beiden größten europäischen Seehäfen sei nötig, um gegen die chinesische Konkurrenz bestehen zu können, die zurzeit stark in südeuropäische Häfen investiere. Das sagte der Chef der Antwerpener Hafenverwaltung, Eddy Bruyninckx, gegenüber der niederländischen Wirtschaftszeitung Het Financieele Dagblad (FD).

Im Zentrum der Bemühungen sieht Bruyninckx die Bedienung der Märkte in Mittel- und Osteuropa, und hier vor allem in Polen, Tschechien und Ungarn. Das seien die Wachstumsmärkte der kommenden Jahre. Pläne, auf diesem Hintergrund Beteiligungen an der Hafenverwaltung von Duisburg als Europas größtem Binnenschiffshafen zu erwerben, seien gescheitert. „Der Versuch hat nicht geklappt, aber wenn sich die Möglichkeit erneut auftut, werden wir wieder angreifen”, so Bruyninckx gegenüber FD.

Das chinesische Staatsrederei Cosco besitzt seit 2009 einen 35-jährigen Leasingvertrag für den Container-Terminal des Hafens von Piräus. Cosco bemühe sich laut Experten zurzeit um die Mehrheitsbeteiligung an der Hafenverwaltung von Piräus. Für chinesische Unternehmen wäre es demnach attraktiver, Waren künftig über Mittelmeerhäfen wie Piräus nach Europa und von dort aus in die Märkte zu bringen, als über Nordseehäfen wie Antwerpen und Rotterdam.
Bruyninckx spricht sich deshalb auch dafür aus, dass die Häfen Antwerpen und Rotterdam auf EU-Ebene tätig werden müssten. „Wir müssen in Brüssel klar machen, dass Investitionen in Infrastruktur in Südeuropa nicht immer den Interessen der EU-Wirtschaft dienen”, sagte er. (kw)

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