03.11.2008 |

Hafen Antwerpen: Westerschelde soll vertieft werden

Antwerpen. Der belgische Hafen Antwerpen, einer der am schnellsten wachsenden Containerhäfen in der Nordwestrange, soll mit einer weiteren Vertiefung der Westerschelde bedacht werden. Somit soll sichergestellt werden, dass die Nummer drei innerhalb der Hamburg-Le-Havre-Range, langfristig auch für noch größere Containerschiffe erreichbar bleibt. Dafür setzt sich die Provinz Flandern ein. Sie hatte eine entsprechende Studie in Auftrag geben, in der die Machbarkeit dieses Planes aus nautischer Sicht untersucht werden sollte.

Die Ergebnisse der Untersuchung, die vom „Waterbouwkundig Laboratorium“ aus dem belgischen Borgerhout erstellt wurde, erhielten jetzt die zuständigen niederländischen Behörden. Die Studie orientierte sich an Schiffen mit 400 Meter Länge und einer Kapazität von bis zu 14.000 Standardcontainern (TEU). Bei einer – möglichen – erneuten Fahrrinnenanpassung der Westerschelde (Gesamtlänge 113 Kilometer) sind Belgien sowie die Provinz Flandern auf die Zustimmung und zudem finanzielle Mitwirkung der Niederlande angewiesen, da der Fluss beide Staatsgebiete durchzieht.

Die aktuelle Scheldevertiefung ist auf belgischer Seite indes abgeschlossen. Bis spätestens Ende 2009 soll sie auch auf niederländischer Seite unter Dach und Fach sein. Der Hafen Antwerpen legt besonders seit der im Sommer 2005 erfolgten Inbetriebnahme des neuen Containerterminal-Komplexes „Deurganckdok“ erheblich beim Containerumschlag zu. In diesem, auf dem Linken Scheldeufer befindlichen Hafenbecken werden inzwischen rund 21 Prozent des Containerumschlags im größten belgischen Universalhafen umgeschlagen. Für 2008 steuert Antwerpen auch beim Containerumschlag auf einen neuen Umschlagrekord zu. In den ersten neun Monaten diesen Jahres wurden rund 6,7 Millionen TEU umgeschlagen, ein Plus von rund neun Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007. (eha)

 
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