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09.03.2016Transport + Logistik | Inland

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premiumGreenpeace-Aktivisten benennen Verkehrsministerium um

Die Umweltorganisation übt Kritik am Umgang des Bundesverkehrsministers mit dem VW-Abgasskandal. Das Ministerium wurde deshalb zur „politischen Vertretung“ großer Autohersteller.
Greenpeace-Aktivisten benennen Bundesverkehrsministerium um

Greenpeace-Aktivisten haben dem Bundesverkehrsministerium ein zusätzliches Schild verpasst

Foto: Greenpeace/Chris Grodotzki

Berlin. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisiert Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in seinem Umgang mit dem VW-Abgasskandal. Aus Protest gegen die nach ihrer Ansicht schleppenden Aufklärung haben Aktivisten am Mittwoch das Namensschild am Bundesverkehrsministerium ausgetauscht. Seit den frühen Morgenstunden prangte dort sowie auf einer Plakatwand vor dem Ministerium der Schriftzug „Politische Vertretung“ mit den Logos der vier großen deutschen Automarken VW, Daimler, BMW und Opel. „Dobrindt schützt nicht die Bevölkerung vor gefährlichen Abgasen, sondern die Autokonzerne davor, die Grenzwerte einhalten zu müssen“, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Daniel Moser. Neben der Herausgabe der Messdaten fordere Greenpeace, die milliardenschweren Subventionen für Dieseltreibstoff abzuschaffen.

Um ihren Protesten Nachdruck zu verleihen, hat die Umweltschutzorganisation darüber hinaus eine repräsentative Umfrage beim Meinungsforschungsinsitut TNS-Emnid in Auftrag gegeben. Auf die Frage nach einer Bewertung der Aufklärungsarbeit des Bundesverkehrsministers seit Bekanntwerden des Abgasskandals antworteten demnach 64 Prozent der Befragten mit „eher schlecht“ oder „sehr schlecht. Milder fiel das Urteil im Hinblick auf die Interessen aus, die Alexander Dobrindt im Abgasskandal vorrangig vertritt. 49 Prozent waren der Meinung, die Interessen der Verbraucher stünden im Vordergrund, 43 Prozent gaben an, der Bundesverkehrsminister vertrete die Interessen der Verbraucher und Automobilkonzerne im gleichen Maße. Die Erhebung wurde im Zeitraum zwischen dem 18. und dem 22. Februar durchgeführt. Dabei wurden 1007 Menschen befragt. (sno)

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