Gewerkschaften verlangen besseres Angebot der Bahn zu zweiter Runde

20.01.2009 14:11 Uhr
Deutsche Bahn
Die Tarifverhandlungen bei der Bahn starten in die zweite Runde (Bild: ddp)
© Foto: Bollig

Beschluss zu Warnstreiks bereits am kommenden Freitag möglich

Frankfurt/Main. Zur zweiten Runde der Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn AG haben die Gewerkschaften ein deutlich verbessertes Angebot für die rund 150.000 Beschäftigten verlangt. Sowohl die Tarifgemeinschaft Transnet/GDBA als auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verlangten am Dienstag konkrete Vorschläge des staatseigenen Konzerns zu Entgelten und Arbeitszeitregelungen. Warnstreiks könnten von der Tarifkommission der Transnet/GDBA bereits am Freitag beschlossen werden. Die GDL hat eine derartige Sitzung nach eigenen Angaben noch nicht anberaumt. Erneut wird es bei der zweiten Runde am Donnerstag in Frankfurt getrennte Verhandlungen geben, wie die Gewerkschaften mitteilten. Sie haben sich bislang nicht auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt und unterschiedliche Forderungen aufgestellt. Während die GDL für die rund 20.000 Lokführer 6,5 Prozent mehr Geld verlangt, sind Transnet und GDBA mit einer Forderung von 10 Prozent für die übrigen rund 130.000 Bahner in die Verhandlungen gegangen. Dies wurde unter anderem mit der guten Ertragslage der Bahn begründet. Alle Gewerkschaften wollen Verbesserungen bei den Arbeitszeiten erreichen. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hatte dem die Einbrüche im Güterverkehr entgegengehalten und die Gewerkschaften zur Mäßigung aufgerufen. Beim Verhandlungsauftakt in der vergangenen Woche in Berlin hatte der DB- Personalvorstand und frühere Transnet-Chef Norbert Hansen Einkommensverbesserungen von einem Prozent und erfolgsabhängige Sonderzahlungen angeboten. Später stellte er eine aufgestockte Offerte in Aussicht. (dpa)

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