06.06.2007 |

Gestaffelte KFZ-Steuer auch für alte Autos gefordert

Berlin. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, fordert, auch alte Fahrzeuge mit einer nach Schadstoffausstoß gestaffelten KFZ-Steuer zu belegen. Die Neuregelung der Steuer habe nur einen ökologischen Effekt, wenn Altwagen miterfasst würden, sagte Wissmann heute in einer Diskussion auf der „Woche der Umwelt“ in Berlin. Nur so könne erreicht werden, dass alte Autos durch neue, klimaschonende ersetzt werden. „Der Anreiz sollte auch sein, dass ein Drei-Liter-Auto überhaupt keine KFZ-Steuer als Belastung hat.“ Umweltfreundliches Kaufverhalten müsse mit einer Prämie belohnt werden.

Die Autoindustrie befürwortet laut Wissmann grundsätzlich die Einführung einer Steuer, die sich am Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) orientiert. „Mein dringender Rat wäre, es bald zu machen.“ Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sagte, die Steuer könne von 2008 an gelten. Die Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich die Bundesregierung mit den Verkehrs- und Finanzministern der Bundesländer einige.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, forderte die Autobranche zum Umdenken auf. „Auch mit kleinen Autos kann man Geld verdienen“, sagte er. Das zeige der Erfolg japanischer Kleinwagen. Die von der Europäischen Union geplanten CO2-Grenzwerte sollten sich aber nach der Autofläche richten, schlug er vor. Die EU will den Kohlendioxid-Ausstoß von allen Neuwagen bis 2012 auf durchschnittlich 120 Gramm pro Kilometer senken. Auch die Autoindustrie spricht sich für eine differenzierte Regelung aus, die die verschiedenen Fahrzeugklassen berücksichtigt. (dpa)

 
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