27.02.2007 | Transport + Logistik

Gebrüder Weiss expandiert weiter

Wien/Österreich. Der österreichische Logistikkonzern Gebrüder Weiss (GW) hat im Vorjahr kräftig expandiert und setzt diesen Kurs weiter fort. Laut Wolfgang Niessner, Sprecher des Vorstandes von Gebrüder Weiss, stieg der Umsatz 2006 um rund 10 Prozent auf 870 Millionen Euro, bei einem stabilen Cash-Flow von mehr als 50 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 3700 auf 4050.

Das Unternehmen kündigte an, sein weltweites Netz weiter ausbauen. Ein 150 Millionen Euro schweres Investitionsprogramm läuft in diesem Jahr mit dem Bau eines neuen Speditionsterminals in Basel und der Erweiterung der Logistikterminals im deutschen Memmingen und im österreichischen Pöchlarn aus. Bis 2011 will Gebrüder Weiss 100 Millionen Euro für die Erweiterung des Netzes in Mittel- und Osteuropa ausgeben. Außerdem will man Grundstücke in Bulgarien, der Slowakei, in Tschechien, Serbien, Slowenien und Kroatien kaufen und die im Vorjahr übernommene slowakische Spedition M&G mit den eigenen Aktivitäten in zwei neuen Speditionsterminals in Senec und in Banska Bystrica zusammenführen, kündigte Finanzvorstand Wolfram Senger-Weiss an.

Darüber hinaus will Gebrüder Weiss auch in Übersee mit eigenen Büros, angemieteten Lagerstätten und möglichen Firmenübernahmen wachsen. In den nächsten Monaten plant der Konzern die Eröffnung eines eigenen Logistiknetzwerks in Thailand. In China, wo das Unternehmen bereits über 15 Standorte verfügt, will es neue Märkte erschließen. Von Singapur aus sei die Expansion in Malaysia und Indonesien geplant. In Indien, wo die Spedition derzeit über Partner vertreten ist, soll bis Ende 2008 ein eigenes Netzwerk entstehen.

Auch der Standort Dubai, laut dem zuständigen Vorstand Heinz Senger-Weiss „der eigentliche Star" im Netzwerk, soll weiter wachsen. Und schließlich will das Unternehmen auch in Nordamerika sein Netz weiter ausbauen. In den USA sollen bis 2010 zu den bestehenden sieben weitere drei bis vier Standorte dazukommen und nach dem Einstieg in Kanada 2006 will das Unternehmen auch noch in Mexiko eine eigene Marktpräsenz aufbauen. (mj)

 
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