09.02.2009 |

Fraport will trotz Ausstiegs mit Flughafen Hahn zusammenarbeiten

Frankfurt/Main. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will auch nach seinem Ausstieg beim defizitären Hunsrück-Flughafen Hahn weiterhin mit dem Regionalflughafen zusammenarbeiten. „Wir werden miteinander und nicht gegeneinander arbeiten“, sagte Fraport-Chef Wilhelm Bender am Samstag dem Radiosender „HR-Info“. Man werde auch nicht vergessen, dass man „eine gemeinsame und erfolgreiche Geschichte„ habe und auf wertvolle Erfahrungen bei der Umwandlung eines militärischen zu einem zivilen Flughafen verweisen könne. Fraport wird demnach dem Hahn, ehemals ein Militärflughafen, weiterhin über Tochtergesellschaften Leistungen anbieten.

Die im MDAX notierte Fraport AG hatte Anfang Februar ihren Ausstieg aus dem Hahn mitgeteilt. Den Anteil von 65 Prozent an der wichtigsten deutschen Basis des irischen Billigfliegers Ryanair übernahm zum symbolischen Preis von einem Euro das Land Rheinland-Pfalz. Damit gehören Rheinland-Pfalz 82,5 Prozent der Anteile. Das Land Hessen bleibt mit 17,5 Prozent Anteilseigner, will aber künftig keinerlei finanzielle Verpflichtungen mehr übernehmen. Bender begrüßte in „HR-Info“, dass sich das Land Hessen weiterhin am Hahn engagiere. Schließlich bestehe nach wie vor die Gefahr, dass sich europäische Wettbewerber an dem Hunsrück-Flughafen beteiligten und so eine Konkurrenz für den Frachtstandort Frankfurt darstellten.

Hintergrund des Ausstiegs von Fraport sind die zweistelligen Millionenverluste, die der Regionalflughafen über Jahre einfuhr. Um aus den roten Zahlen zu kommen, hatte der Flughafen Hahn zuletzt versucht, eine neue Terminalgebühr von drei Euro pro Passagier zu erheben. Dagegen hatte sich aber Ryanair als Hauptkunde gewehrt und mit dem Abzug seiner Flotte gedroht. Daraufhin wurden die Pläne für die Zusatzgebühr aufgegeben. (dpa)

 
Anzeige
 

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

09.02.2009Artikelinformationen

Social Networking
Schlagworte
Bildnachweis
(Foto: ddp)

VerkehrsRundschau mobil

Gefahr/gut-Umfragegewinnspiel

Nehmen Sie jetzt an unserer kurzen Umfrage zur IMO Erklärung teil.

Sichern Sie sich einen von drei BestChoice-Einkaufsgutscheinen im Wert von 50,-€, einlösbar bei 200 Partnern in über 25.000 Filialen.

[Jetzt teilnehmen]

Frachtenbörsen

Transportausschreibungen

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 21.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Glastaxi meint: Die dänischen Spediteure dürfen sich jetzt nicht aufregen, denen konnte es doch nicht wild und...[mehr…]
  • 19.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Jürgen Auth meint: Es müsste folgende Bestimmung bei Kabotage eingeführt werden: Den Fahrern aus den Billiglohnländern...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Transport + Logistik
    Gefährlicher Spatenstich für Bayerns Innenminister
    Deka 1803 meint: Was sagt uns dies: Von Dingen, von denen man keine Ahnung hat, sollte man tunlichst die Finger...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Recht + Geld
    Bundesregierung plant Arbeitszeitgesetz für selbstständige Fahrer
    Thomas Flesch meint: Darf ich jetzt länger fahren?! Laut EU-Recht maximal 90 Stunden Lenkzeit in 2 Wochen und nach diesem...[mehr…]
  • 17.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    hans-ulrich Höfler meint: Als Betroffener kann ich dem nur beipflichten. Wer die Augen im Transportverkehr weit genug öfnnet,...[mehr…]

Frage der Woche

Jahresabo Premium

Jahresabo

Profitieren Sie ein Jahr lang von den Premium-Vorteilen der VerkehrsRundschau!


Mit hochwertiger Prämie! [Bestellen]

Beliebteste Galerien

Mini-Abo Online

miniabo

Testen Sie jetzt VerkehrsRundschau Online vier Wochen lang für nur 19 €

[Bestellen]

Beliebteste Meldungen